Wil

Neue Heizung ist umstritten

Die Schnitzelheizung im Gemeindehaus von Wil muss ersetzt werden. Der Gemeinderat liebäugelt mit einer neuen Anlage an einem anderen Standort und will dafür 1,7 Millionen Franken ausgeben. Die RPK hält nichts von diesem Vorschlag.

Die alte Holzschnitzelheizung ist im Keller des Gemeindehauses im Zentrum untergebracht. Geht es nach dem Willen des Gemeinderats, wird die neue Anlage künftig am Dorfrand liegen.

Die alte Holzschnitzelheizung ist im Keller des Gemeindehauses im Zentrum untergebracht. Geht es nach dem Willen des Gemeinderats, wird die neue Anlage künftig am Dorfrand liegen. Bild: David Küenzi

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32 Jahre lang hat die Holzschnitzelheizung im Keller des Gemeindehauses von Wil ihren Dienst getan, hat das Verwaltungsgebäude sowie andere öffentliche Bauten wie die Liegenschaft Sternen, das Primarschulhaus oder den Kindergarten mit Wärme versorgt. Ihren Zenit hat die Heizung dabei längst überschritten, die Anlage muss ersetzt werden.

Doch wie genau, daran scheiden sich die Geister. Der Gemeinderat hat ein rund 1,7 Millionen Franken teures Projekt ins Auge gefasst. Dabei soll eine neue Schnitzelheizung in einem dafür bereits umgezonten Grundstück am Dorfrand installiert werden. Aus Sicht des Gemeinderats hätte das verschiedene Vorteile. Unter anderem würden in der Gemeindeverwaltung, den Wohnungen und im Dorfzentrum die teils lauten Betriebsgeräusche verschwinden. Auch der Ablad der Schnitzel würde nicht mehr mitten im Dorf stattfinden. Die neue Anlage wäre zudem ebenerdig, was Vorteile bringen würde beim Unterhalt, so etwa bei der Entsorgung der Asche. Diese muss zurzeit aus dem Keller des Gemeindehauses geholt werden. Ausserdem würde der Rückbau der Heizung Platz für die Erweiterung des Archivs schaffen, welches in zwei Jahren an seine Kapazitätsgrenzen stossen dürfte.

RPK hält Kosten für zu hoch

Die Rechnungsprüfungskommission teilt die Einschätzung des Gemeinderats nicht. Das Neubauprojekt sei aufgrund der hohen Investitionskosten im Vergleich mit anderen Varianten nicht wirtschaftlich, hält sie fest. Ein Ersatz im bestehenden Heizungskeller wäre für die gemeindeeigenen Bedürfnisse ausreichend. Und auch günstiger, wie ein Blick in eine Vergleichsstudie zeigt, in welcher verschiedene Möglichkeiten, wie die Heizung zu ersetzen wäre, geprüft wurden. Ein Ersatz am bisherigen Standort wird dabei auf knapp 900 000 Franken geschätzt. Berücksichtige man zu erwartende Investitionsprojekte, erlaube es die finanzielle Lage von Wil nicht, eine Heizungsanlage mit einer teuren Neubauvariante zu ersetzen, so die RPK.

An einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung am nächsten Montag, 21. März, wird die Gemeinde über das Projekt informieren. Abgestimmt wird dar­über aber erst im Sommer. Am 5. Juni können die Wilemer den Kredit für einen Neubau an der Urne bewilligen oder ablehnen.

Erstellt: 15.03.2016, 22:34 Uhr

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