Flughafen

«Norden leidet besonders unter späten Abflügen»

Die Bevölkerung im Norden des Flughafens sei besonders stark von verspäteten Abflügen in der Nacht betroffen, klagt die IG-Nord. Die Fluglärmorganisation fordert nun konkrete Massnahmen und gegebenenfalls korrigierte Slotvergaben.

Verspätete Abflüge in der Nacht: Gemäss IG-Nord ist die Bevölkerung im Norden des Flughafens davon besonders betroffen.

Verspätete Abflüge in der Nacht: Gemäss IG-Nord ist die Bevölkerung im Norden des Flughafens davon besonders betroffen. Bild: Keystone

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Die IG-Nord fühlt sich bestätigt durch den kürzlich durch den Flughafen Zürich veröffentlichten Fluglärmbericht. So habe die IG bereits mehrmals darauf ­hingewiesen, dass die Überschreitung der zugelassenen Lärmwerte ein Problem darstelle, das gelöst werden müsse, lässt die Fluglärmorganisation aus dem Norden per Medienmitteilung verlauten.

Die IG-Nord begrüsse es, dass das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) den Bericht kritisiere und endlich Massnahmen zur Einhaltung der Lärmgrenzwerte fordere. In den beiden Nachtstunden von 22 bis 23 und von 23 bis 24 Uhr werde der zugelassene Lärm massiv überschritten. Das liege unter anderem an zahlreichen verspäteten Starts in Richtung Norden. Da es sich dabei um schwere Langstreckenflieger handle, sei die Situation für die Bevölkerung im Norden besonders belastend.

«Flughafen verkriecht sich hinter Papiertiger»

«Mit dem Lärmbericht verkriecht sich der Flughafen einmal mehr hinter einem statistischen Papiertiger», sagt Hanspeter Lienhart, Präsident der IG-Nord. «Wir fordern endlich griffige Lösungen, welche die Verspätungsproblematik und die Lärmsituation entspannen. Wenn dies mit dem heutigen Betrieb nicht gelingt, muss auch die Slotvergabe in den Abendstunden korrigiert werden», so Lienhart.

Die Fluglärmorganisation Region-Ost teilt mit, sie begrüsse, dass das Bazl das Prüfen von Massnahmen zur Reduktion des Lärms in den Nachtstunden verlange. Gleichzeitig kritisiert die Region-Ost aber, dass das Bazl auch eine Überprüfung des ­zulässigen Lärms in Betracht ziehe, falls sich die Belastung nicht mit anderen Mitteln reduzieren lasse. red (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 06.08.2017, 16:44 Uhr

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