Bülach

Philipp Amhof schwer gestürzt

Nachdem er mit dem Rennrad mehr als 1200 Kilometer zurückgelegt hatte, verunfallte Philipp Amhof am Freitag am Race Across America. Er ist im Spital, sein Zustand ist stabil.

Philipp Amhof (hier ein Pressebild, das vor dem Race Across Amercia aufgenommen wurde) ist gestürzt. Er wird das Rennen nicht beenden können.

Philipp Amhof (hier ein Pressebild, das vor dem Race Across Amercia aufgenommen wurde) ist gestürzt. Er wird das Rennen nicht beenden können. Bild: zvg

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Nur gut einen Kilometer von der Grenze zwischen Utah und Colorado entfernt ist es passiert: Philipp Amhof ist mit seinem Rennrad schwer gestürzt. Er hat Gesichtsverletzungen erlitten, aber keine neurologischen Verletzungen, wie seine Angehörigen auf seinem Facebook-Blog mitteilten. Er könne bereits mit ihnen kommunizieren.

Philipp Amhof, der seit dem 14. Juni am Race Across America teilnahm (der ZU berichtete mehrmals), ist auf der Intensivstation im Universitätsspital von Albuquerque in New Mexico. Das Rennen kann er nicht fortsetzen. Er wird voraussichtlich in den nächsten Tagen von der Rega in die Schweiz geflogen.

Weiderost stoppt rasante Fahrt

Wie die Veranstalter des Rennens berichten, fuhr er am Freitag um 7.36 Uhr Ortszeit eine Meile von der Grenze der beiden Staaten entfernt auf einem leicht abfallenden Stück mit 40 Kilometern pro Stunde über einen Weiderost. Er sei mit dem Vorderrad in einer Lücke hängengeblieben, worauf er kopfvoran aufgeschlagen sei, teilte Caroline von Allmen vom Begleiterteam mit. Dabei sei ihm nicht genügend Zeit geblieben, die Hände schützend vor seinen Kopf zu halten.

Per Helikopter sei Amhof in ein regionales Spital geflogen und kurz darauf nach Albuquerque verlegt worden. Laut dem Blog eines Sponsors kann Müdigkeit nicht die Unfallursache sein. Wenn ein Radfahrer müde sei, könne es vorkommen, dass er nicht rechtzeitig reagieren könne. Da Philipp Amhof aber erst losgefahren war, nachdem er vier Stunden geschlafen habe, sei Müdigkeit als Faktor unwahrscheinlich.

Caroline von Allmen lobt andere Teams, deren Mitglieder angehalten und Hilfe geleistet hätten. Die letzte Meldung vor dem Sturz war am Freitag zu lesen: Philipp Amhof fuhr an der Felsformation «Mexican Hat» vorbei und steuerte am Vormittag die 13. Time Station in Montezuma Creek an. Die nächste Etappe hätte ihn durch die Rocky Mountains geführt.

Ein halbes Jahr hart trainiert

Das Race Across America ist eines der längsten Velorennen der Welt. Der Bülacher hatte seit Dezember mehr als 20 Stunden pro Woche dafür trainiert. Vor zweieinhalb Jahren hat er den Entschluss gefasst, am Rennen als Soloathlet teilzunehmen. Inspiriert hat ihn ein Kollege, der sich dasselbe Ziel gesetzt hat. Amhof fuhr 2011 bereits einmal das Race Across America, dies jedoch im Viererteam.

Die Strecke ist 4800 Kilometer lang und verläuft von der West- bis zur Ostküste der Vereinigten Staaten. Bis Montezuma Creek hätte Philipp Amhof 1342 Kilometer zurückgelegt.

Auf ihrem Facebook-Blog berichten Philipp Amhofs Teammitglieder über den Verlauf des ­Rennens und über den Gesundheitszustand des Bülachers.

Erstellt: 20.06.2016, 18:23 Uhr

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