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Philippinische Frauen im Fokus des Gebetstags

Der Weltgebetstag stend dieses Jahr ganz im Zeichen der Philippinen. Die Bülacher Kirchen widmeten sich dem Thema der Frauen in dem asiatischen Land.

Für den Apéro nach dem Gottesdienst haben Wendelyn Müller (von links), Patricia Wyss und Anefe Stieger gekocht.
Für den Apéro nach dem Gottesdienst haben Wendelyn Müller (von links), Patricia Wyss und Anefe Stieger gekocht.
Lara Surber

Exotische Dekoration, Tänzerinnen mit bunten Fächern und das Vaterunser in philippinischer Sprache: Die reformierte Kirche in Bülach gab letzten Freitagabend ein ungewohntes Bild ab. Grund dafür war der Weltgebetstag. Jeweils am ersten Freitag im März organisieren Frauen unterschiedlicher christlicher Religionen anlässlich des Feiertags ökumenische Gottesdienste. Der Weltgebetstag wird in über 170 Ländern auf der ganzen Welt gefeiert. Die Liturgie, also die Form des Gottesdienstes, ist überall dieselbe. Sie wird vom jeweiligen Schwerpunktland vorbereitet – dieses Jahr von Frauen aus den Philippinen.

In Bülach haben rund 120 Personen am Gottesdienst zum Weltgebetstag teilgenommen. Organisiert wird er jeweils von Vertreterinnen der reformierten, katholischen und methodistischen Kirchen Bülach. Veranstaltungsort ist abwechselnd eine der drei Kirchen. Der Weltgebetstag, der seine Wurzeln im 19. Jahrhundert hat, ist zwar eine Bewegung von Frauen, aber für alle offen. So haben auch viele Männer den Gottesdienst besucht. Gemeinsam haben die Anwesenden gebetet, deutsche und philippinische Lieder gesungen und beim anschliessenden Apéro philippinisches Essen gekostet.

Armut und Ausbeutung

Fidel Wyss aus Niederglatt hat den Inselstaat schon über 30 Mal bereist. «Obwohl wir aus reicheren Ländern kommen, haben uns die Filipinos viel mehr zu geben als wir ihnen», findet er. Mit einem Vortrag brachte er den Anwesenden seine Lieblingsdestination näher. Seine Frau Patricia zeigte zusammen mit vier anderen philippinisch stämmigen Unterländerinnen einen traditionellen philippinischen Tanz. Anhand von beispielhaften Schicksalen wurde klar, mit welchen Problemen Frauen in den Philippinen zu kämpfen haben: Armut, Arbeitslosigkeit und Ausbeutung.

«Am Weltgebetstag freut man sich mit den Frauen des Schwerpunktlandes über das Gute, das sie erleben, und trägt das Schwierige mit», sagt Mirjam Meier, Sozialdiakonin der reformierten Kirchgemeinde Bülach und Mitglied des Organisatorinnenteams. Das ist das Ziel des Weltgebetstages: Hoffnungen und Ängste, Freude und Sorgen mit Frauen auf der ganzen Welt zu teilen.

Eine Form der Hilfe ist die Kollekte, die am Weltgebetstag gesammelt wird. Letztes Jahr sind gemäss Meier schweizweit rund 450 000 Franken zusammengekommen. Ein Teil des Geldes geht an Projekte im aktuellen Schwerpunktland und ein Teil unterstützt Frauen in früheren Schwerpunktländern.

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