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Polizei zieht grosse Show ab ­– Besucher sind begeistert

Scharen von Menschen nutzten am Samstag die Gelegenheit am Tag der offenen Tür beim Verkehrszug Bülach, um vertieften Einblick in die Arbeit der Kantonspolizei Zürich zu erhalten.

«Baxter vom Firecatcher» greift an: Für den Der 6-jährigen Hund ist alles nur ein Spiel.
«Baxter vom Firecatcher» greift an: Für den Der 6-jährigen Hund ist alles nur ein Spiel.
Leo Wyden
Kollege «Warox vom Wellental» kommt ebenfalls zum Einsatz.
Kollege «Warox vom Wellental» kommt ebenfalls zum Einsatz.
Leo Wyden
...sowie Fahrzeuge des Tiefbauamts.
...sowie Fahrzeuge des Tiefbauamts.
Leo Wyden
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Auf dem Ausstellungsgelände des Verkehrspolizeistützpunktes und des Tiefbauamtes zwischen Bülach und Höri gab es einiges zu bestaunen und auszupro­bieren. Der Fahrzeugpark der Kantonspolizei war genauso ein Publikumsmagnet wie der mobile Laser-Radar, mit welchem die Poli­zei Verkehrssünder zu schnap­pen versucht. Manch ein Besucher hätte gerne «abgedrückt», als er durch den Sucher, wel­cher als Demonstration auf die Badenerstrasse ausgerichtet war, einen Temposünder erblickte. Beim Fahrsimulator der Fachstelle ASN (Alkohol- und Drogenprävention im Strassenverkehr) durfte man sich auf einen Roller setzen und versuchen, in simuliertem angetrunkenem Zustand die Kurve zu kriegen, was nicht immer gelang. Manch ein Fussgänger wurde digital überfahren.

Hightechhelikopter

Zu staunen gab auch der Polizeihelikopter: innen ausgerüstet mit der neusten Computertechnik, vorne ist eine Spezialkamera befestigt. Simon Egg, fliegender Einsatzleiter (FEL), erklärte die spezielle Ausrüstung. «Wir sind oft wegen Vermisstenfällen unterwegs, und diese Kamera macht auch Wärmebilder. Das hilft uns besonders bei der Suche in der Nacht.» Ein weiteres Hilfsmittel ist der Imsi-Catcher. «Dieses Gerät simuliert eine Antenne. Ziel ist es, dass sich das Handy der vermissten Person dort einloggt, und dass wir auf diese Art eine Ortung erhalten.» Ausserdem sei der Helikopter mit einem 3-D-Scanner bestückt, welcher bei speziellen Naturereignissen Vermessungen durchführt, zum Beispiel beim Bergsturz in Bondo.

Die Demonstration des Wasserwerfers – aus sicherer Distanz versteht sich ­– war genauso eindrücklich wie die Vorführungen der Hundeführer mit ihren Hunden. Unter die dicht gedrängten Besucher mischte sich auch ein Taschendiebzauberer, und er demonstrierte, wie schnell man durch Ablenkung sein Handy loswird.

Waffen und Schutzwesten

Genauso interessant waren die Infostände der Sicherheitspolizei. Die Polizeiinstruktoren erklärten den Besuchern die Handhabung ihrer Einsatzwaffen oder die Ausrüstung, welche für den unfriedlichen Ordnungsdienst gebraucht wird. Manch einer war erstaunt, wie schwer die ganze Schutzbekleidung ist, welche die Polizei vor Angriffen schützen soll. Vor Ort wurde dann auch gleich anhand eines Cuff Man, einem Trainings-Dummy, de­mons­triert, wie einem Schurken Handschellen angelegt werden.

Vor Ort waren auch die Partnerorganisationen der Kantonspolizei. Die Stützpunktfeuerwehr Bülach demonstrierte mit der Sani­tät des Spitals Bülach den Einsatz bei einem Fahrzeugunfall, und den Rettungshelikopter der Alpine Air Ambu­lance AG konnte man nicht nur von innen bestaunen, sondern auch beim Wegfliegen und Landen hautnah beobachten. Und auch das Tiefbauamt, welches zuständig ist für den baulichen Unterhalt des Zürcher Strassennetzes, präsentierte sich mit seinen Einsatzfahrzeugen.

Sergio Mar­tha­ler aus Ober­hasli fand den Polizeianlass sehr eindrücklich: «Es ist spannend, einmal hinter die Kulissen zu schauen, und auch die Kinder finden es lässig.» Und Polizeikommandant Thomas Würg­ler staunte über die zahlreich erschienenen Besucher: «Ich finde es toll, dass so viele Leute sich für unsere Arbeit interessieren und dass meine Mitarbeiter alles alleine organisiert und aufgestellt haben», sagte er erfreut. Es war für beide Seiten ein gelungener Anlass – die Polizei zeigte sich bürger­nah, und das Publikum kannte keine Berührungsängste.

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