Freienstein-Teufen

Postautolinie wird zwei Jahre versuchsweise geführt

An der Gemeindeversammlung waren die Geschäfte unbestritten. Zu reden gab dafür einmal mehr die geplante Postautoverbindung nach Dättlikon.

Das Postauto bietet in Freienstein-Teufen nach wie vor Gesprächsstoff.

Das Postauto bietet in Freienstein-Teufen nach wie vor Gesprächsstoff. Bild: (Symbolbild)/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Bei der Beantwortung einer Anfrage nach Artikel 51 zur neuen Buslinie wurden auch noch die Argumente für eine Videoüberwachung statt einer Barriere unter die Lupe genommen. Ein Votant monierte, dass die Strasse gar nicht geeignet sei für das Kreuzen von zwei Postautos, wenn dann auch noch Velofahrer oder Fussgänger unterwegs seien.

Da müsste man die Strasse entsprechend ausbauen. Gemeindepräsident Oliver Müller widersprach und erklärte, dass alle involvierten Kreise wie Kantonspolizei und auch die Postautobetreiberin der Meinung seien, dass der Betrieb ohne Probleme stattfinden könne. Die Buslinie werde während zwei Jahren versuchsweise geführt. Dann gelte es Bilanz zu ziehen.

Zweckverband aufgelöst

An der Gemeindeversammlung wurden die Vorschläge des Gemeinderates allesamt gutgeheissen. Wegen den Änderungen in übergeordnetem Recht mussten nebst dem Voranschlag noch diverse Anpassungen auf kommunaler Eben vorgenommen werden.

Zwischen Rorbas und Freienstein-Teufen bestand seit 1976 ein Zweckverband, der den Betrieb des gemeinsamen Friedhofs und das Bestattungswesen regelte. Die Behörden kamen zum Schluss, dass der Aufwand mit der neuen Gesetzesregelung für Zweckverbände der Aufwand zu gross wird. Die Zusammenarbeit wird in Zukunft wie bisher weitergeführt, die Details aber in einem Zusammenarbeitsvertrag zwischen den beiden Gemeinden gelöst. Damit ist die Gemeinde der Meinung, dass die Verwaltungsstruktur vereinfacht wird und unnötige Bürokratie vermieden werden kann. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Anders sieht es aus beim Regionalen Alterszentrum Embrachertal. Hier prüfte eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Betriebskommission, der Zentrumsleitung, der Gemeindeverwaltung und externen Beratern verschiedene Rechtsformen, ihre Vor- und Nachteile. Eine Umwandlung beispielsweise in eine Aktiengesellschaft wurde verworfen. Die Arbeitsgruppe kam zum Schluss, dass die Beibehaltung des Zweckverbandes sinnvoll ist. Dazu mussten aber die Statuten geändert werden. Künftig wird jede Gemeinde in der Betriebskommission nur noch eine Kopfstimme haben. Bisher hatte Embrach mehrere Stimmen. Anhand der durchschnittlichen Investionen der beteiligten Gemeinden wurden pro Gemeinde Investitionsbeiträge und Darlehen definiert.

Diese finanziellen Regelungen wurden an der Versammlung im Detail nochmals erklärt. Der Betrieb hat jetzt einen eigenen Verbandshaushalt und muss sich grundsätzlich selbst finanzieren. Aus dem Pflegebereich darf aber kein Gewinn entstehen. Dieser kann allenfalls durch Hotellerie und Restaurant erwirtschaftet werden. Die Gemeinden leisten künftig praktisch über die Ergänzungsleistungen Beiträge.

Steuerfuss bleibt tief

Wegen dem neuen Gemeindegesetz muss bei der Gebührenordnung eine neue Rechtsgrundlage geschaffen werden. Diese wurde zwischen den verschiedenen Talgemeinden aufeinander abgestimmt. Als Grundsatz wurden möglich kostendeckende sowie verursachergerechte Gebühren gerechnet. Die Gebührenordnung wurde ebenfalls angenommen, auch wenn einzelne Beträge Fragen zur Folge hatten. Es ging aber nur um das Reglement. Die Gebühren sind dann in der Kompetenz des Gemeinderates.

Für den Voranschlag rechnet die Gemeinde mit einem Aufwandüberschuss von 191'765 Franken. Trotzdem will sie den Steuerfuss mindestens für 2018 bei 34 Prozent belassen. Im Budget enthalten sind verschiedene Erneuerungsarbeiten insbesondere auch die Sanierung von Leitungen an der Riedhaldenstrasse. 90 '000 Franken sind budgetiert für eine Videokamera zur Überwachung des Fahrverbots auf der neuen Busstrecke nach Dättlikon und man rechnet mit höheren sozialen Kosten.

Die Versammlung der Schulgemeinde Rorbas-Freienstein-Teufen findet am 6. Dezember statt.

Erstellt: 28.11.2017, 17:55 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Werbung

Branchenbox

Die wöchentliche Seite in der Printausgabe des «Zürcher Unterländer». Ihre Kontaktangaben immer online abrufbar.