Bülach

Poulet und Reis hält Kreislauf flott

Blutspenden ist in den vergangenen Jahrzehnten unpopulärer geworden. Am Blutspendeanlass vom Mittwoch im Spital Bülach war von diesem Trend nicht viel zu spüren. Die Hauptmotivation war, Leben zu retten.

Maurizio Bersanini nimmt sich zweimal im Jahr?Zeit für einen guten Zweck. Für ihn hat das Blutspenden aber noch einen anderen Grund.

Maurizio Bersanini nimmt sich zweimal im Jahr?Zeit für einen guten Zweck. Für ihn hat das Blutspenden aber noch einen anderen Grund. Bild: Madeleine Schoder

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Die Damen am Empfang haben ein weisses Pflaster in der Armbeuge. «Wir alle spenden auch», sagen sie, relativieren dann aber: «Fast alle.» Die Billanz sieht in der Bevölkerung wohl anders aus, richtet man sich nach den Aussagen der Blutspendedienste. Am Blutspendeanlass vom letzten Mittwoch aber, nahmen sich während viereinhalb Stunden sehr viele Leute Zeit für einen guten Zweck.

Viele spendewillige Junge

Auffallend viele junge Leute sitzen an den Tischen im Mehrzweckraum des Spitals Bülach und beantworten die Fragen, mit denen der Blutspendedienst die Eignung zum Spenden abklärt. Oder sie liegen auf den Barren und warten, bis der halbe Liter Blut aus dem Körper in den Beutel geflossen ist. Wie schnell das geht, hängt davon ab, wie viel der Spender zuvor getrunken hat. Maurizio Bersanini wird von der Pflegefachfrau als «Ferrari» bezeichnet, weil sein Blut sehr schnell fliesst. Kein Wunder: Der 25-Jährige hat fünf Liter Wasser getrunken.

Seit etwa sieben Jahren spendet er zwei Mal im Jahr Blut. Er folgt dabei den SMS-Einladungen, die der Blutspendedienst versendet, wenn man diesen Erinnerungen zustimmt. «Ich spende Blut, weil es einem guten Zweck dient. Zudem ist es auch für den eigenen Körper gut, weil er neues Blut produzieren muss. Und mit dem Check, dem das Blut unterzogen wird erfährt man, ob man gesund ist», sagt er.

Maurizio Bersanini hat nicht nur viel getrunken, sondern auch besonders viele gegessen. Eine grosse Portion Poulet und Reis gab es zum Zmittag. Das hilft ihm, den Kreislauf flott zu halten. Vor ein paar Tagen hat er ein Aspirin genommen. Weil der zeitliche Abstand bis zur Spende aber gross gen ist, darf er sich auch auf den Schragen legen.

Ein anderer Spendewillige fragt gleich bei seiner Ankunft, ob es ein Problem sei, dass er vor zwei Monaten und drei Wochen eine Spiegelung gemacht hat. Die Antwort: Ja, das ist es. Mindestens drei Monate müssen vergangen sein. Und so macht er sich gleich wieder von dannen.

Verschiedene Blutprodukte

Das Blut ist ungefroren sechs Wochen haltbar. Am meisten Blut wird bei schweren Unfällen oder bei grossen Operationen benötigt. Es wird nach dem Spenden in die verschiedenen Blutzellen aufgeteilt. Aus den roten Blutzellen, den Erythrozyten, und den Blutplättchen, den Thrombozyten, werden im Labor des Blutspendediensts je Konzentrate hergestellt. Das zurückbleibende Blutplasma wird eingefroren und kann zwei Jahre gelagert werden. Dagegen ist das Thrombozytenkonzentrat nur fünf Tage haltbar.

Erstellt: 30.06.2016, 18:37 Uhr

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