Rafz

Reiselustiger Turnverein erkundet die gesamte Schweiz

Volles Haus am Freitag und Samstag in der Turnhalle Schalmenacker: Das Chänzli «Chrüz und Quer dur d’Schwiiz» geht als Erfolg in die Geschichte des Turnvereins ein.

Von ihrem Besuch in Bern brachten die jungen Turnen einen Bären mit nach Rafz.

Von ihrem Besuch in Bern brachten die jungen Turnen einen Bären mit nach Rafz. Bild: Urs Weisskopf

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Seinen Husten holte sich der Präsident des Turnvereins Rafz, Daniel Studer, beim Aufbauen der Gerätschaften fürs Chränzli. Dass die 400 Gäste während der Vorstellung nichts von seiner Unpässlichkeit bemerkten, führt der 28-Jährige auf zwei Dinge zurück. Erstens aufs Adrenalin und zweitens auf den Rafzer Wein, mit welchem er fleissig spülte. Denn obwohl das Programm die 56 Aktiven des TV Rafz durch die ganze Schweiz führte, setzte man beim Wein ausschliesslich auf lokale Reben.

Unterstützt wurde der Verein auch von vielen Helfern und dem Gastverein TV-Hüntwangen. Das Motto «Chrüz und Quer dur d’Schwiiz» entstand in Anlehnung an die «Quer durch die Schweiz-Stafette», die der äusserst fitte TV Rafz kürzlich zu seinem 111. Geburtstag zurücklegte. «Damals liefen wir «nur» von Bargen nach Chiasso, beim Chränzli durchqueren wir sogar die ganze Schweiz», sagte Studer.

Turner versetzen Berge

Um diese Reise möglichst CO2-neutral durchzuführen, druckte man das Programm und die Speisekarte direkt aufs Tischset. Markante Punkte der Schweiz wie zum Beispiel das Matterhorn baute man auf der Bühne nach. Übereinander gelegte Bänke täuschten Hügel vor. Ein Trampolin sorgte für Höhenflüge.

Das OK organisierte auch Schwimmwesten, damit man sicher über den Genfersee auf der Bühne paddeln konnte. Die 26 Tischreihen trugen die Namen der Kantone. Sprossenwände und Galerie schmückten Kantonsfahnen. Das Rafzer Restaurant Blue lieferte Spaghetti wie frisch aus dem Grotto.

13 Nummern einstudiert

Im Laufe des Abends erklommen die Jüngsten den Üetliberg, die Grösseren meisterten am Flughafen die Gepäckkontrolle. «Buebe allgemein» fingen im Bärengraben einen Bären, den sie an einem Stecken gefesselt ins Rafzerfeld brachten. Die Jugend-Leichtathletik begab sich im Jura auf eine Bergwanderung und kurz vor der Pause gerieten die jungen Geräteturner in eine Polizeikontrolle. Das alles mit viel turnerischem Einsatz und Freude. Zwischen den 13 Nummern sorgten Fritz Hoch, Gian-Marco Sigrist und Daniel Studer im Sketch-Team für Unterhaltung.

Auch die Grossen zeigten, was sie während des Jahres gelernt hatten. So legte zum Beispiel die Frauenriege ein Tänzchen zu «I Can’t Dance», dem Hit der Gruppe Genesis, aufs Parkett und erntete viel Applaus. Nach der Pause schob sich auch die Trennwand in die Höhe und gab den Blick frei in das bisher verborgene Drittel der Dreifachturnhalle. Hier führten die Geräteturner dann eine kühne Nummer an den Ringen auf. Die Gäste hielten den Atem und staunten über schwungvolles Auskugeln vorne und hinten, über Rugeli und Doppelrugeli sowie über elegante Saltoabgänge.

Kurz vor Mitternacht konnte Präsident Daniel Studer eine erste Bilanz ziehen: «Chränzli gelungen. Stimmung grossartig. Husten besser.»

Erstellt: 24.11.2019, 17:13 Uhr

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