Bülach

Schule muss sofort Provisorien bauen

Die Stadt Bülach rechnet für das kommende Schuljahr mit bis zu vier zusätzlichen Primarklassen. Hinzu kommen ein bis zwei neue Kindergartenklassen. Weil der Platz fehlt, müssen Provisorien erstellt werden und das möglichst schnell.

Auf dem Pausenplatz des Schulhauses Allmend werden die Schüler künftig noch etwas näher zusammenrücken müssen, auf dem Areal wird ab Sommer ein Provisorium stehen.

Auf dem Pausenplatz des Schulhauses Allmend werden die Schüler künftig noch etwas näher zusammenrücken müssen, auf dem Areal wird ab Sommer ein Provisorium stehen. Bild: Balz Murer (A)

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Die Zeit drängt. Damit alle Bülacher Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2019/2020 einen Platz in einem Klassenzimmer finden, müssen bis im Sommer gleich zwei Schulhäuser um ein Provisorium erweitert werden. Im Herbst des vergangenen Jahres erhielt die Stadt nämlich die neustern Prognosen zu den Schülerzahlen.

Zu konservativ prognostiziert

Wie Markus Fischer, Leiter Bildung der Stadt Bülach erklärt, weichen diese stark von den bisherigen Voraussagen ab: «Bei der ursprünglichen Studie wurde für die Prognose der Anzahl Geburten der Trend der vergangenen 25 Jahre als Referenzwert genommen. Es zeigte sich, dass dies eine zu konservative Annahme war.» Deshalb hat das zuständige Planungsbüro für die aktuelle Prognose die Geburtenrate neu berechnet. Als Referenzwert nahm es diesmal die letzten zehn Jahre. «Das führte zu einer Zunahme der zu erwartenden Schülerzahl», erklärt Fischer. Zudem sei die Bautätigkeit, vor allem in Bülach Nord, schneller fortgeschritten als noch vor zwei Jahren angenommen. Auch dies berücksichtige die neue Studie.

In den nächsten sieben Jahren rechnet das Ressort Bildung nun mit zusätzlichen 250 Schülerinnen und Schülern. Allein für das kommende Schuljahr geht man derzeit von bis zu sechs neuen Klassen aus, vier auf der Primarstufe und ein bis zwei Kindergartenabteilungen.

Markus Fischer betont, dass selbst wenn man die aktuellen Zahlen früher auf dem Tisch gehabt hätte, kein Weg an Provisorien vorbei geführt hätte. «Aber wir hätten früher gewusst, dass es ohne nicht geht.»

Provisorium auf längere Zeit

Bis im August sollen die Provisorien auf den bestehenden Schularealen Allmend im Südwesten und Hohfuri im Norden der Stadt realisiert sein. Daneben geht die Schulraumplanung weiter. Als erstes steht die Erweiterung des Schulhauses Allmend an.

Der entsprechende Planungskredit ist jedoch am 3. September 2018 vom Bülacher Parlament zurückgewiesen worden. Fischer hält fest: «Selbst wenn der Gemeinderat den Planungskredit bewilligt hätte, dem Szenario mit den Provisorien hätten wir nicht ausweichen können.»

Die Planung geht weiter

Ein grosser Teil des Wachstums findet im Norden Bülachs statt. Hier sind gleich zwei Projekte pendent. Zum einen die Erweiterung des Schulhauses Hohfuri um sechs Klassenzimmer. Zu einem späteren Zeitpunkt möchte die Stadt auf dem Areal Bülachguss ein neues Schulhaus bauen. Dort verfügt sie über ein Grundstück von rund 3700 Quadratmetern.

Die Provisorien bei den beiden Schulhäusern werden so lange ihren Dienst tun müssen, bis die jeweiligen Fixbauten erstellt sind. Das wird mindestens vier bis fünf Jahre dauern.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 09.01.2019, 17:36 Uhr

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