Embrach

Schulhaus-Rohbau im «Sprint»-Tempo erstellt

Nach acht Monaten Bauzeit ist der höchste Punkt des Erweiterungsbaus des Schulhaus Ebnet erreicht. Dies wurde gestern mit der Aufrichte gefeiert. Abgesehen von einem Blitzeinschlag sei bisher alles glimpflich abgelaufen.

Architekt Daniel Schweizer und Gemeinderat Hans Dietrich (v.r.) stiegen anlässlich der Aufrichte auf den höchsten Punkt des Ebnet-Erweiterungsbaus.

Architekt Daniel Schweizer und Gemeinderat Hans Dietrich (v.r.) stiegen anlässlich der Aufrichte auf den höchsten Punkt des Ebnet-Erweiterungsbaus. Bild: Francisco Carrascosa

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Am 18. Januar zückten die Kinder der Schule Ebnet ihre kleinen Schaufeln und fingen an zu graben. Mit diesem Spatenstich gaben sie den Baustart für das neue Schulhaus. Genau 220 Tage später ist der Rohbau fertig und die Handwerker konnten bei Wurst, Salat und Nussgipfel die Aufrichte feiern.

«Die Konturen sind schon gut erkennbar und man kann sich gut vorstellen, wie sich das Gebäude in die Umgebung einfügt», erklärte Gemeinderat und Liegenschaftsvorsteher Hans Dietrich (CVP) anlässlich der Feier und ergänzte: «220 Tage, das ist gemessen an den sieben Jahren, die es für den Genehmigungs- und Planungsprozess bedurfte, ein regelrechter Sprint.»

Eine Zangengeburt

Dietrich spielte damit auf die lange Vorgeschichte des Ebnet-Projektes an. Denn das Projekt war eine regelrechte Zangengeburt. Zweimal gingen die Embracher für die Sanierung und Erweiterung der Schulanlage an die Urne. Der ersten Vorlage erteilten sie 2013 eine deutliche Absage. Rund 28 Millionen Franken hätte der Bau des «Barbarix» genannten Projekts gekostet.

Der zuständige Gemeinderat Traugott Pfister (SVP) wurde anschliessend bei den Erneuerungswahlen abgewählt. In der Folge übernahm der neu gewählte Hans Dietrich das Dossier. Der ehemalige Direktor der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft war einer der prominentesten Kritiker von «Barbarix».

Beim neuen Projekt konnten schliesslich durch Vereinfachung der Grundrisse und durch ein wirtschaftliches Raumkonzept Kosten eingespart werden. Im Februar 2016 sagten die Stimmbürger schliesslich Ja zum nun noch 21,9 Millionen Franken teuren Bauvorhaben.

Blitz schlug in Kran ein

Dietrich freute sich jedoch nicht nur über den rasanten Baufortschritt, sondern auch dass der Bau bisher ohne nennenswerte Unfälle und Vorkommnisse von statten gegangen sei. Oder besser gesagt fast. Denn am 5. Juli schlug ein Blitz in den Kran ein. «Glücklicherweise war bereits Feierabend und die Baustelle leer», sagt der Gemeinderat.

Allerdings legte der Blitz diverse Elektronikgeräte wie Fernseher, Computer oder Mikrowellen in der Nachbarschaft lahm. «Die Bauarbeiter selbst merkten die Folgen des Blitzeinschlages erst am nächsten Tag, als der Kran nicht mehr lief. Die Anwohner konnten ihnen dann berichten, warum das so ist», ergänzt Daniel Schweizer, Architekt vom Büro Sigrist Schweizer.

Auch Schweizer zeigte sich erfreut über den bisherigen Baufortschritt. Den höchsten Punkt des dreigeschossigen Schulhauses habe man erreicht. Nur die Doppelturnhalle sei noch nicht ganz so weit. Sie bekommt noch ein Holzdach. In rund drei Wochen sei man dann auch dort mit dem Rohbau fertig.

Gestaffelte Sanierung

Der Neubau soll vor den Sommerferien 2018 fertiggestellt und bezugsbereit sein. So können die Schulzimmer des Trakt 2 des alten Schulhauses während den Ferien in den Neubau übersiedelt werden. Dieser wird anschliessend als erster der insgesamt drei Trakte saniert. Dietrich rechnet für die ersten beiden Trakte mit einer Sanierungszeit von neun bis zehn Monate, für den letzten Trakt mit einer Sanierungszeit von sechs Monaten.

Erstellt: 25.08.2017, 17:39 Uhr

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