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Schweizer Balkan-Politiker wusch Drogengelder

Laut Anklage hat ein Klotener Reiseunternehmer über zwei Millionen Franken an Drogengeldern nach Mazedonien transportiert. Vor Gericht kam er mit einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren davon.

Attila Szenogrady
Das Bezirksgericht Bülach ordnete eine Fortsetzung der Sicherheitshaft an und überliess das weitere Vorgehen dem Obergericht in Zürich.
Das Bezirksgericht Bülach ordnete eine Fortsetzung der Sicherheitshaft an und überliess das weitere Vorgehen dem Obergericht in Zürich.
Sibylle Meier

Der heute 57-jährige Reiseleiter hatte bis zu seiner Verhaftung im Oktober 2014 eine Bilderbuchkarriere hinter sich. So war der gebürtige Mazedonier bereits 1980 als Saisonnier in die Schweiz eingereist, wo er sich zuerst als Maler durchschlug und danach in Kloten ein eigenes Reiseunternehmen aus dem Boden stampfte. Dabei organisierte er für Landsleute Flugreisen in den Balkan und bot auch Geldtransporte an. Der erfolgreiche Geschäftsmann erwarb in der Folge nicht nur die Schweizer Staats­angehörigkeit, sondern stieg auch als Doppelbürger in die Politik seiner alten Heimat ein. So war er Kandidat einer neuen Partei der albanischen Diaspora für das mazedonische Parlament.

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