Zum Hauptinhalt springen

Schwimmteiche sind auch bei Regen eine Augenweide

Hinter mancher Hecke im Zürcher Unterland verbirgt sich eine Gartenperle mit Pflanzen, Blumen und einem Schwimmteich als Blickfang. Viermal im vergangenen Sommer durften sich Besucher vom Gartenbau-Profi Heinz Meier über die Freuden eines Schwimmteiches im eigenen Garten informieren.

Giuliano Razza (Mitte) und Tochter Shanaya lassen sich auch von Regentropfen nicht davon abhalten Heinz Meiers Ausführungen zu folgen.
Giuliano Razza (Mitte) und Tochter Shanaya lassen sich auch von Regentropfen nicht davon abhalten Heinz Meiers Ausführungen zu folgen.
Marlies Reutimann

Gärtner und echte Gartenfreunde lassen sich auch von kühlem Regen nicht schrecken. Denn im Gegensatz zu den drei Schwimmteichführungen in den Sommermonaten herrschte am Samstag kühle Witterung und es regnete. Doch die Neugier, zu erfahren wie ein Schwimmteich funktioniert, welche Voraussetzungen vorhanden sein müssen, wieviel Arbeit ein Teich mit sich bringt und allenfalls welche Gefahren von ihm ausgehen, überwogen.

Heinz Meier, Gartenbaumeister aus Egetswil begrüsste die Besucher zur Führung, die er mit einem theoretischen Teil begann. Der leidenschaftliche Schwimmteichgestalter berichtete von seinen Erfahrungen als er im Jahr 1993 mit dem Bau eines Schwimmteichbaus begann. «Damals hatte ich noch keine Ahnung. Vieles musste ich selber herausfinden», erinnerte er sich. «Ich musste zuerst begreifen, wie das natürliche Zusammenspiel funktioniert.»

Lebensraum von Tierenund Pflanzen

Inzwischen ist Meier ein Profi und Präsident des Schweizer Schwimmteichverbands. Wenn er in seinem Büro in Egetswil arbeitet, lässt er hin und wieder einen Blick über seinen Naturteich schweifen, der direkt davor liegt. Ein Blick auf den Teich wirke entspannend, weiss der Fachmann.

«Kein Teich ist wie der andere». sagte Meier, der die Kreavitiät in seinem Beruf besonders schätzt. «Die Platzverhältnisse geben den Rahmen und innerhalb des Rahmens ist vieles realisierbar.» Dazu braucht es ein umfangreiches Wissen beispielsweise über Wasser und die darin lebenden Mirkoorganismen. «Ohne diese lebt kein Gewässer», weiss er.

Der Trend vieler Gartenbesitzer, die über einen Naturteich nachdenken, geht dahin, einen nachhaltigen Beitrag zum Lebensraum von Tieren und Pflanzen zu leisten. «Wenn man einen naturbelassenen Teich wünscht, hält man sich am Besten an die Regeln welche die Natur vorgibt» erklärt Meier. Zierteiche bereichern den Garten schmückend. Ein Teich mit Seerosen und Fischen muss tiefer angelegt werden, damit er frostsicher ist. Der Natura-Pool ist ein naturnahes Badegewässer, das gänzlich ohne Chemie auskommt und sich zum Baden bestens eignet und wird im Winter nicht entleert. «Er muss jedoch regelmässig gepflegt werden». Die sinkende Temperaturen verlangsamen den Biorhythmus des Gewässers, die Tiere und Pflanzen halten Winterruhe.

Natürliche Schönheit versteckt hinter Hecken

Nach der Theorie zeigte Heinz Meier der Besuchergruppe einige Teiche die er auf Kundenwunsch bauen durfte. Die Teiche liegen versteckt hinter Hecken auf privaten Grundstücken und offenbaren die Liebe der Besitzer zur Natur. Pflanzen gedeihen, Seerosen treiben auf dem Wasser, ein Frosch lässt sich blicken. Es ist ein Zusammenspiel von menschlicher Kreativität und der Kraft der Natur. «Selbst wenn die Seerosen geschlossen sind und die Regentropfen auf die Wasseroberfläche fallen, strahlen die Gewässer eine natürliche Schönheit aus» bemerkte ein Besucher.

Heinz Meier und seine Mitarbeitenden bauen die Teiche vorwiegend im Zürcher Unterland, führten aber auch schon Aufträge im Tessin aus. «Jede Situation stellt andere Aufgaben und fordert unsere Fantasie und gärtnerische Handwerkskunst heraus». sagte Meier.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch