Seit 1995 belebt der Quartiermarkt den Ortsteil Rieden
Der Riedenermärt feiert in diesem Jahr seine 25. Austragung.
Am kommenden Samstag werden sich die Strassen rund um den Riedenerturm in Wallisellen in einen Quartiermarkt verwandeln. Wie jedes Jahr Ende September beginnt um 10 Uhr mit den Turmbläsern der Riedenermärt. Doch in diesem Jahr steht dem Anlass mit der 25. Austragung ein Jubiläum bevor.
Dass der Riedenermärt auf eine solch lange Tradition zurückblicken kann, ist in heutiger Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr. Denn hinter dem Markt steht kein Verein. Nur eine kleine Gruppe von engagierten Wallisellern, die Mehrzahl davon bereits im Pensionsalter, kümmert sich als Organisationskomitee um die Durchführung. Für den OK-Präsidenten Peter Frey, der seit mehr als 15 Jahren mit von der Partie ist, wird der Jubiläums-Markt seine persönliche Dernière sein. Ebenso haben die langjährigen OK-Mitglieder Werner Müller und Cécile Adam ihren Rücktritt angekündigt. «Jüngere Personen zu finden, die sich freiwillig für die Organisation eines solchen Quartiermarktes zur Verfügung stellen, ist nicht ganz einfach», hält Frey fest, der in diesem Jahr seinen 81. Geburtstag feierte. Er ist froh, dass sich mit Christoph Zerr und Martin Duttwiler zwei Walliseller finden liessen, die das OK in diesem Jahr tatkräftig unterstützen. Weitere helfende Hände würden der Zukunft des Marktes aber gut tun.
Vorerst steht aber der Endspurt für den 25. Riedenermärt an. Um diesen gebührend zu feiern, wird der Markt nicht wie sonst um 16 Uhr sondern erst um 17 Uhr beendet. Wer danach noch nicht nach Hause gehen möchte, für den steht auf der Kreuzung Lindenstrasse/Schulerweg ein Festzelt mit rund 100 Sitzplätzen bereit. Bis 22 Uhr wird es Musik geben, die Wirtschaft ist bis 23 Uhr geöffnet.
Am Anfang stand das Riesen-Cordon-Bleu
Hilde Nardone war es, die 1995 den «Märt rund um den Riedenerturm» ins Leben rief. Die damalige Volg-Chefin stellte fest, dass es viele Handwerker und Künstler im Quartier gab, die ihrer Passion im stillen Kämmerlein nachgingen. All diese Personen wollte sie an einem Quartiermarkt zusammenzubringen. Mit rund 20 Ständen fing es damals relativ beschaulich an. Die Premiere war von einem besonderen Highlight begleitet. Schmiedstube-Wirt Peter Gutmann brutzelte mit seinen zahlreichen Helfern damals ein Weltrekord-Cordon-Bleu, das aus 95 Kilo Schweinshalsstücken, 30 Kilo Schinken, 42 Kilo Schmelzkäse, 900 Eigelb und 25 Kilo Paniermehl bestand. Über 300 Marktbesucher konnten sich am Ende das fast 25 Meter lange Cordon Bleu schmecken lassen.
Einen Weltrekord-Versuch wird es in diesem Jahr zwar nicht geben. Mit knapp 70 angemeldeten Ausstellern, die längst nicht mehr alle aus dem Walliseller Ortsteil stammen, stellt der 25. Riedenermärt aber eine persönliche Bestmarke auf. Unter den Standbetreibern befinden sich auch die drei Gemeinden Fanas, La Baroche und Maggia, die lokale und regionale Spezialitäten mitbringen. Daneben werden drei Walliseller Vereine – der Männerchor Rieden Wallisellen, der Faustball Club und der Musikverein Eintracht – in ihren Märt-Beizen Massamam-Curry, Fisch-Chnusperli oder Grilladen anbieten.
Ein Besuch des Riedenermärts lohnt sich in diesem Jahr nicht nur wegen des Angebotes vor Ort. Beim grossen Jubiläums-Wettbewerb warten zahlreiche Preise. Als Hauptpreis winkt ein Wochenende im Albergo Losone für zwei Personen.
Erstellt: 23.09.2019, 10:56 Uhr







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