Nürensdorf/Brütten

Sicher zum Unterricht fahren

Für 1,7 Millionen Franken will der Kanton den Radweg zwischen Brütten und Nürensdorf ausbauen. Das Vorhaben dient der Sicherheit auf dem Schulweg.

Geplanter Rad-/Fussweg Brütten–Nürensdorf

Geplanter Rad-/Fussweg Brütten–Nürensdorf Bild: Quelle Amt für Verkehr / Swisstopo, Grafik mb

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Das Radwegnetz zwischen Nürensdorf und Brütten hat Lücken. Besonders Schüler aus Brütten, welche die Sekundarschule im Nürensdorfer Schulhaus Hatzenbühl besuchen, befahren die Wege regelmässig. Sie benützen aber manchmal auch die viel befahrene Kantonsstrasse, weil das der direktere und kürzere Weg ist – das birgt vor allem für die Velofahrer Gefahren.Den beiden Gemeinden war es deshalb ein Anliegen, ihren Schülern und anderen Einwohnern eine sichere Veloverbindung zu bieten. Sie haben beim Kanton eine Studie in Auftrag gegeben. Und diese hat nun ergeben, dass es sich beim Abschnitt Brütten-Nürensdorf effektiv um eine Schwachstelle im kantonalen Velonetzplan handelt. Dies sagt Richard Sägesser, stellvertretender Chef des Amts für Verkehr, auf Anfrage. Diese Schwachstelle soll nun behoben werden.

Mit Grünstreifen abgetrennt

Ein erstes Projekt hat das Amt für Verkehr ausgearbeitet, die Gemeinden haben sich bereits dazu äussern können. Es sieht vor, den von der Kantonsstrasse abgetrennten bestehenden Rad- und Fussweg ab dem Uttenbüelweg in Nürensdorf bis zum Ortsteil Breite weiterzuführen (siehe Grafik). Er soll 2,5 Meter breit sein und mittels 1,5 Meter breiten Grünstreifens von der Strasse abgetrennt werden. Im Innerortsbereich in Breite kommt der Wegdirekt an die Fahrbahn zu liegen und wird bis zum Zelgliweg fortgeführt.

Dort entsteht eine Rad- und Fussgängerüberquerung. Die Idee ist, die Radfahrer anschliessend über den bestehenden Veloschulweg nach Brütten weiterzuleiten. Dieser führt über gekieste Flurwege, die teilweise mit einem Belag versehen werden. An der Kreuzung Unterdorf-/Tüfistrasse endet der Radweg schliesslich.

Der Kanton schätzt die Kosten auf 1,7 Millionen Franken. Darin enthalten sind Landerwerb, Bau- und technische Arbeiten. Wird das Projekt in dieser Form realisiert, fallen für Nürensdorf Kosten von 25 000 Franken für Anpassungen im Ortsteil Breite an, wie Gemeindeschreiber Andreas Ledermann sagt. Für Brütten ist das Projekt kostenlos.

Die Exekutiven beider Gemeinden begrüssen das Projekt. Die Behörde in Nürensdorf hat allerdings angeregt, die Situation im Weiler Breite bei der Ausarbeitung der Details nochmals zu überdenken. «Sie dünkt uns etwas kompliziert», sagt Ledermann. In Brütten erachtet die Exekutive das Projekt als dringlich, wie Gemeindeschreiberin Claudia Oswald sagt. «Es geht um die Sicherheit unserer Sekundarschüler.» Das Amt für Verkehr wird die Stellungnahmen der Gemeinden nun auswerten, das Projekt allenfalls anpassen und an die Bau­direktion weiterleiten. Voraussichtlich 2020 kann der Ausbau realisiert werden.

Erstellt: 14.09.2016, 21:08 Uhr

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