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Skiweltmeisterschaft aus luftiger Höhe

Die Swiss lud am Samstag 150 Gewinner eines Wettbewerbs zu einem Rundflug über die WM-Pisten in St. Moritz ein.

Der Bülacher Skirennfahrer Niels Hintermann lächelte vor dem Rundflug mit der Crew in die Kameras.
Der Bülacher Skirennfahrer Niels Hintermann lächelte vor dem Rundflug mit der Crew in die Kameras.
Olav Brunner
Niels Hintermann kurz vor dem Start.
Niels Hintermann kurz vor dem Start.
Olav Brunner
...waren für die Flugpassagiere, die in einer A-321 sassen, die Rennpisten der Skiweltmeisterschaft sowie St.Moritz gut erkennbar.
...waren für die Flugpassagiere, die in einer A-321 sassen, die Rennpisten der Skiweltmeisterschaft sowie St.Moritz gut erkennbar.
Olav Brunner
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Das Wetter war grandios. Die Sicht über den Alpen reichte vom Ortler im Osten bis zum Mont Blanc im Westen. Aber bevor 150 ausgeloste Passagiere und sechs Medienschaffende die herrliche Rundsicht geniessen konnten, durften sie nach dem Check-in in der reservierten Sportsbar im Airside-Center den zweiten Lauf des Slaloms der Frauen mitverfolgen. Der Bülacher Skirennfahrer Niels Hintermann, Kombinationsgewinner am Lauberhorn, kommentierte das Geschehen auf der Piste in St. Moritz ab einem grossen Fernsehschirm. Zuerst gab es Schreckensrufe, als Michelle Gisin beinahe stürzte und die Chancen auf eine Medaille vergab. Dann aber folgten Jubelrufe und Applaus, als Wendy Holdener die Silbermedaille gewann.

Nusstörtchen mit Autogramm

Captain Martin Stotzer aus Bern stellte nach dem Slalomlauf seine Crew vor, die den bevorstehenden Flug nach St. Moritz und zurück begleitete. Ihm zur Seite stand ein zweiter Captain, Richard Schlatter. Schlatter flog vor dem Beginn seiner Linienpilotenlaufbahn drei Jahre in der Patrouille Swiss auf Hunter-Flugzeugen mit und hat grosse Erfahrung im Sichtflug. Der dritte, zusätzliche Pilot, Nikolas Kounou-pis, hatte die Aufgabe, den Luftraum zu überwachen und auf Flugzeuge oder Helikopter aufmerksam zu machen. Für Linienpiloten, die grösstenteils nach Instrumenten fliegen, ist ein Sichtflug über die Alpen eine einmalige Angelegenheit.

Den bevorstehenden Flug mit einer A-321 legten Stotzer und seine Crew anhand von genauen Karten fest und kontrollierten die beabsichtigte Route im Simulator in Kloten. Um das Wohlder Passagiere kümmerten sich fünf Flight Attendants. Pünktlich hob die A-321 mit dem NamenSt. Moritz in Kloten ab. Eine der glücklichen Gewinnerinnen, Ladina Caprez aus Bern, erhoffte sich wunderschöne Bilder – ihr Wunsch ging mehr als erwartet in Erfüllung. Via Walensee und Chur erreichte das Flugzeug das Engadin. Alle Passagiere bewunderten die Aussicht auf die frisch verschneiten, im gleissenden Sonnenlicht stehenden Berge. Das Flugzeug wurde absichtlich nur zu zwei Drittel besetzt, damit es kein grosses Gedränge an den Fenstern gab.

Auch während des Fluges kam Niels Hintermann zum Einsatz. Er offerierte den Gästen kleine Engadiner Nusstörtchen und gab Autogramme. Sein nächster sportlicher Einsatz erfolgt in einer Woche in Norwegen. Neben dem Skirennfahren absolviert der 21-jährige Bülacher eine KV-Lehre, die er im Juni abschliesst. «Nur auf den Sport zu setzen, ist mir zu riskant», äusserte sich der 1,89 Meter grosse und 96 Kilogramm schwere Athlet. Aufgewachsen ist Hintermann in Rorbas und Embrach. Sein Engagement und die Begleitung des Rundfluges ins Engadin ist für ihn ein Dank an seine Sponsoren, die ihm das Teilnehmen an Skirennen ermöglichen.

Blick auf das Zieltor

Die Swiss, offizieller Partnerder Ski-Weltmeisterschaft inSt. Moritz, organisierte den Flug, um auch Personen einen Blick auf die Rennpisten zu ermöglich, die sonst nicht ins Engadin reisen konnten. Dank der klaren Sicht waren das Zieltor und die Zuschauer im Zielraum gut erkennbar. Die Piloten erreichten mit Umkehrkurven, dass die Passagiere auf beiden Flugzeugseiten Blicke auf die Rennpisten und das Zielgelände erhaschen konnten. Keine Turbulenzen waren zu verspüren, die Luft war absolut ruhig. Ein Vorbeiflug am höchsten Bündner Berg, dem Piz Bernina mit seinem berühmten Bianco­grat, durfte nicht fehlen. Pünktlich landete der Airbus wieder in Kloten. Der einmalige Flug bei optimalen Bedingungen wird wohl allen Teilnehmenden für immer in Erinnerung bleiben.

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