Wetter

Spital Bülach rechnet mit Hitzepatienten

Die erste Hitzewelle dieses Sommers ist da. In dieser Woche wird es in der gesamten Schweiz über 30 Grad warm. Eine Abkühlung ist vorerst nicht in Sicht. Beim Spital Bülach rechnet man besonders mit gefährdeten Senioren.

Bei diesen Temperaturen verschiebt man gerne jegliche Aktivitäten ins kühle Nass. Foto: rts

Bei diesen Temperaturen verschiebt man gerne jegliche Aktivitäten ins kühle Nass. Foto: rts

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Im Verlaufe dieser Woche wird das Quecksilber in die Höhe schnellen. Und zwar so hoch, dass der Bund eine Hitzewarnung der zweithöchsten Stufe herausgegeben hat. Im Unterland soll es bis Mitte der Woche zwischen 34 und 37 Grad heiss werden.

Das Spital Bülach macht sich daher auf Hitzepatienten gefasst. Der Grund dafür ist ein Hoch, welches sich vom westlichen Mittelmeerraum nach Mitteleuropa ausdehnt und Luft von Nordafrika Richtung Alpenraum bringt.

Abkühlung ist gemäss SRF Meteo zurzeit nicht absehbar. In den meisten Orten in der Schweiz wird die Hitzeperiode mindestens fünf Tage anhalten. Wie lange genau, kann man noch nicht sagen.

Doch voraussichtlich dürfte es auch nach dieser Woche weiterhin warm bleiben. Am heissesten wird es jeweils zwischen 16 und 18 Uhr sein. Doch selbst in der Nacht wird das Thermometer voraussichtlich nicht unter 20 Grad fallen.

Gefährlich für Gesundheit

Die hohen Temperaturen können Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Besonders die Leistungsfähigkeit, geistig wie körperlich, wird dadurch eingeschränkt. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt daher, körperliche Anstrengungen während der heissesten Tageszeit zu vermeiden und mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag zu trinken – beim Spital Bülach spricht man gar von 2 bis 3 Litern.

«Gerade alte Menschen vergessen oft, dass sie trinken sollten oder einen Sonnenhut anziehen müssen.» 

Zudem solle man nach sportlichen Tätigkeiten den Salzverlust wieder ausgleichen und diese wenn immer möglich auf die Morgen- oder Abendstunden beschränken. Besondere Beachtung sollte den Risikogruppen wie älteren oder kranken Menschen sowie Kleinkindern und Schwangeren geschenkt werden.

Besonders Alte betroffen

Urs Kilchenmann, Fachverantwortlicher Kommunikation beim Spital Bülach bestätigt, dass während der Hitzeperioden nebst alkoholisierten Personen, welche die Situation unterschätzten, vermehrt ältere allein lebende Personen eingeliefert würden. Diese hätten oft kein Durstgefühl und würden zu wenig trinken. Doch auch bei Säuglingen ist besondere Vorsicht geboten, da deren Temperaturregulation noch nicht richtig funktioniert.

Stephan Kunz, Heimleiter des Alters- und Pflegezentrum Peteracker, bestätigt dies: «Das ist ein grosses Thema, denn alte Menschen vergessen oft, dass sie trinken sollten oder einen Sonnenhut anziehen müssen.»

Das sei vor allem bei allein wohnenden Personen ein Problem. «Bei uns ist das nicht so ein Thema, da unsere Bewohner eine Rundumbetreuung erhalten. Wir schauen stets darauf, dass die Bewohnerinnen und Bewohner genügend trinken oder im Schatten sitzen», sagt Kunz. Sie hätten daher in den vergangenen Jahren nie einen medizinischen Notfall aufgrund der Hitze gehabt.

Ähnlich klingt es beim KZU Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit. Auch dort hatte man keine gravierenden Zwischenfälle in den letzten Jahren, da man interprofessionell eine Reihe von Massnahmen umsetzt, um die Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen. Man lüftet gezielt und schafft Schattenplätze ums Haus.

Zudem würden Therapieeinheiten in den kühleren Keller verlagert, sagt Andrea Bühner-Schwarb, Leiterin Management Support. «Auf den Glasdächern und an grossen Glasfronten haben wir ausserdem Schutzfolien anbringen lassen, damit sich die Räume nicht so aufheizen», sagt Bühner-Schwarb.

Erstellt: 25.06.2019, 10:09 Uhr

Artikel zum Thema

Hitzewelle könnte Rekorde brechen

Hitzewelle Die Hitzewelle in dieser Woche dürfte im Grossraum Zürich am Mittwoch und Donnerstag ihren Höhepunkt erreichen: Dann sind bis 37 Grad möglich. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben