Verkehr

Ab Frühling wird auf allen Unterländer Autobahnen gebaut

Anfang April beginnen auf der A 1, zwischen der Verzweigung Zürich-Ost und Effretikon, die Instandsetzungsarbeiten. Damit wird ab Ostern jede Unterländer Autobahn von Baustellen betroffen sein.

Auch das Teilstück bei Zürich-Ost wird von den Bauarbeiten betroffen sein.

Auch das Teilstück bei Zürich-Ost wird von den Bauarbeiten betroffen sein. Bild: Keystone

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Pendlerinnen und Pendler, deren Weg über eine Unterländer Autobahn führt, werden nach den Ostertagen an Baustellen nicht mehr vorbeikommen. Haben sich die Bauarbeiten in der Region bis jetzt auf die Flughafenautobahn A 51 (bis Ende 2018) und den Nordring (bis 2025) beschränkt, ist Anfang April auch Startschuss für die Instandsetzungsarbeiten auf der A 1. Die Arbeiten werden zwischen den Verzweigungen Zürich-Ost und dem Anschluss Effretikon verrichtet. Dies teilte das Bundesamt für Strassen (Astra) am Donnerstag mit.

Die von Bauarbeiten betroffenen Teilstücke (Quelle: Quelle ©swisstopo (JM100004), Grafik mk)

Die von den Bauarbeiten betroffenen Teilstücke sind in der Karte rechts ersichtlich. Die Strecke zwischen den beiden Verzweigungen ist rot eingefärbt; die Arbeiten werden dort bis voraussichtlich Mitte 2021 getätigt. Die Hauptarbeiten 2018, die im April beginnen, sind gelb eingefärbt. Sie konzentrieren sich auf ein rund 3,5 Kilometer langes Teilstück westlich und östlich der Verzweigung Brüttisellen sowie auf das Teilstück zwischen den Verzweigungen Zürich-Ost und Zürich-Nord.

Bauarbeiten dauern bis Mitte November 2018

Bei den Arbeiten geht es unter anderem um Belagsinstandsetzungen, den Neubau von Kabelrohrblöcken, Schächten, Signalportalen und Betonfundamenten. Zudem werden Leitmauern zur Optimierung des Grundwasserschutzes neu gebaut. Gestartet wird mit dem Einrichten der provisorischen Verkehrsführung. Die Arbeiten auf den beiden Abschnitten dauern bis Mitte November 2018.

Die A 1 – und besonders der Abschnitt zwischen Zürich-Ost und Effretikon – ist der am meisten befahrene Autobahnabschnitt der gesamten Schweiz. Jeden Tag rollen im Durchschnitt 150 000 Fahrzeuge auf den acht Spuren – Grund genug, bei Bauarbeiten mit einem erhöhten Stauvorkommen zu rechnen. Den Stau sind sich Autolenkerinnen und -lenker auch schon zwischen Kloten und Bülach und auf dem Nordring gewöhnt. Gemäss Stefan Hauser, Kommunikationsbeauftragter der Winterthurer Filiale des Astra, soll der Verkehr jedoch möglichst wenig beeinträchtigt werden.

«Wir rechnen nicht mit einem erhöhten Stauvorkommen. Das Astra hat das Ziel, den Verkehr während der Bauarbeiten möglichst wenig zu beeinträchtigen», sagt er. Je Fahrtrichtung sollen durchgehend drei Fahrspuren geöffnet sein, wobei einzelne Spuren temporär verschmälert werden. «Ausserdem wird das Geschwindigkeitsregime angepasst, was dazu beitragen soll, dass der Verkehrsfluss aufrechterhalten werden kann», so Hauser weiter. Nicht zuletzt sollen Arbeiten, bei denen vorübergehend eine Spur abgebaut oder eine Rampe gesperrt werden muss, nachts oder während der Ferienmonate umgesetzt werden.

Weniger Lärm dank speziellem Strassenbelag

Insgesamt wird der Belag zwischen der Verzweigung Zürich-Ost und dem Anschluss Effretikon auf einer Länge von 10,4 Kilometer beidseitig durch einen lärmarmen Belag ersetzt. Zudem sollen an Brücken, Rampen und weiteren Bauwerken gezielte Sanierungs- und Verstärkungsmassnahmen ausgeführt werden. Auch wird die Betriebs- und Sicherheitsausrüstung ersetzt und ein neues, digitales Verkehrsmanagement für die Geschwindigkeitsharmonisierung und Gefahrenwarnung eingerichtet. Dazu werden 40 neue Signalportale erstellt. Nicht zuletzt werden im Rahmen des Projekts Massnahmen zur Erhaltung und Verbesserung des Umweltschutzes realisiert. So werden mitunter Grundwasserschutzzonen besser geschützt und Entwässerungs- und Sickerleitungen instand gesetzt.

Das Astra rechnet damit, dass die Arbeiten bis voraussichtlich Mitte 2021 dauern. Den Auftrag für die Erneuerung der A 1 erteilte das Astra einer Arbeitsgemeinschaft unter Federführung von Implenia mit Sitz in Dietlikon. Wie Implenia am Donnerstag mitteilte, entspricht der Auftrag der Arbeitsgemeinschaft, an der das Unternehmen mit 60 Prozent beteiligt ist, einem Gesamtvolumen von rund 85 Millionen Franken. Sharon Saameli (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 09.02.2018, 10:10 Uhr

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