Wallisellen

Statt Einkaufsläden kommen nun die Arztpraxen

Sowohl im Zentrumsgebäude als auch im Richti-Areal florieren Angebote im Bereich des Gesundheitswesens. Ist die Laufkundschaft nicht vorhanden, haben kleinere Läden kaum Überlebenschancen.

Auf dem Richti-Areal sind zurzeit noch vier Flächen unvermietet.

Auf dem Richti-Areal sind zurzeit noch vier Flächen unvermietet. Bild: Archiv

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Mit dem Zentrumsgebäude beim Bahnhof und dem Richti-Areal bietet die Gemeinde Wallisellen zwei theoretisch attraktive Standorte für Geschäfte aus den verschiedensten Branchen. Ziel ist es, mit Einkaufsläden Laufkundschaft anzulocken. Dies funktioniert gerade beim Zentrumsgebäude nur teilweise.Mehrere Geschäfte, darunter ein IT-Handelsunternehmen, eine Apotheke sowie eine Kleiderboutique mussten inzwischen ihre Filialen dicht machen, weil sie nicht rentiert haben. Ralf Künzler, Partner der für die Vermietungen der Räumlichkeiten im Zentrum zuständigen Sidenzia AG, sagt: «Im hinteren Bereich der Mall sind die Kundenströme zu gering.»

Im vorderen Bereich der Durchgangshalle sind seit langem alle Flächen vermietet. Neu ist das auch im hinteren Teil der Fall. Der Grund: Mit dem Wegzug der Apotheke haben sich für die Augenarzt-Praxisgemeinschaft Gutblick AG neue Perspektiven ergeben. Sie vergrössert ihr Angebot mit einem Laserzentrum. Damit der nötige Platz zur Verfügung gestellt werden konnte, ist der Blumenladen «Blumen Remund» auf die andere Seite der Mall umgezogen. Somit verbleiben im hinteren Bereich nur noch die Augenärzte, die Schulbibliothek Wallisellen sowie die Textilreinigung und Schneiderei Yavuz.

Online-Handel schadet Läden

Augenkliniken locken keine Laufkundschaft an. Dennoch haben zentral gelegene Praxen Erfolg. «Im Umfeld des Bahnhofs sind in den letzten Jahren sehr viele Angebote im Bereich des Gesundheitswesens entstanden, zuletzt auch im Richti Areal.» bestätigt Künzler.

Tatsächlich: An der Industriestrasse 63, wo vormals der Kleiderladen Boggi Milano eingemietet war, befindet sich nun eine Praxis für Radiologie und Neuroradiologie. Im Richti-Areal sind zudem ein Zentrum für Orthopädie und Neurochirurgie und ab Januar 2019 ein Physiozentrum eingemietet. Dort ist die Firma Allreal für die Vermietungen zuständig. Mediensprecher Matthias Meier sagt: «Wir stellen eine Entwicklung, hin zu Arztpraxen, fest.» Diese würden heute eher dem Bedürfnis der Leute entsprechen als kleine Läden. «Immer mehr Leute kaufen online oder im Ausland ein.»

Auf dem Richti-Areal sind zurzeit noch vier Flächen unvermietet. «Es gab schon länger keine Kündigung mehr. Einige Geschäfte wollen sogar vergrössern.» Die Allreal achte vor allem darauf, dass sich die Mieter gut ergänzen und sich nicht konkurrenzieren. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 03.09.2018, 17:00 Uhr

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