Bülach

Sternsinger segnen Häuser und Menschen

Reformierte und katholische Kirche haben die alte Tradition der Sternsinger neu aufleben lassen. Am Sonntag zogen 17 Kinder durch die Stadt und segneten Häuser und Menschen.

Warm gekleidet, aber auch gekrönt machten sich die 17 Kinder und ihr Betreuerstab vor der katholischen Kirche für das Sternsingen bereit.

Warm gekleidet, aber auch gekrönt machten sich die 17 Kinder und ihr Betreuerstab vor der katholischen Kirche für das Sternsingen bereit. Bild: Francisco Carrascosa

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14 Uhr am Sonntagnachmittag bei der katholischen Kirche Bülach. Nach und nach trudeln die Sternsinger ein und ziehen ihre Gewänder und die goldenen Kronen über ihre Wollmützen an. Vor dem Pfarreisaal üben die 17 Kinder noch ein letztes Mal die drei Weihnachtslieder, welche sie schon bald vor verschiedenen Häusern in Bülach singen werden. Dabei sammeln sie auch Geld für ein Hilfsprojekt für Kinder in Kenia. In zwei Gruppen ziehen die Sternsinger anschliessend los. Die eine führt der katholische Religionspädagoge Markus Vogel-Marschall an, die andere der reformierte Pfarrer Dominik Zehnder und Jugendarbeiterin Anna Carstensen.

Kreideaufschrift

Rosanna Larosa und ihre Tochter Desiree sind die Ersten, die sich am Gesang der reformierten Sternsinger-Gruppe erfreuen dürfen. «Meine Tochter ministriert in der katholischen Kirche, so bin ich auf die Sternsinger aufmerksam geworden», erklärt Rosanna Larosa, weshalb sie die Sternsinger gebucht hat. Im Anschluss an die Lieder und Segenssprüche zeichnet Jugendarbeiterin Anna Carstensen mit Kreide eine Beschriftung, bestehend aus der Jahreszahl 2017, einem Stern und drei Kreuzen sowie den Buchstaben C-M-B auf den Türrahmen.

Mit dieser Aufschrift wird sichtbar gemacht, dass das Haus gesegnet ist und es auch die Menschen sind, die dort ein und aus gehen.

Von der Kernstrasse geht es weiter in die Altstadt, wo die Sternsinger-Gruppe zahlreiche weitere Familien besucht. Danach marschiert die Gruppe die Berglistrasse hoch.

Schoggi und Königskuchen

«Es ist für einen guten Zweck, das kann man ja nur gut finden», antwortet Fabian (13) auf die Frage, ob es ihm gefalle, als Sternsinger durch die Gegend zu ziehen. Initiiert hat die ökumenische Sternsinger-Aktion in Bülach der reformierte Pfarrer Dominik Zehnder. «Es ist eine schöne Sache», findet er. Ausserdem handle es sich um ein offizielles Juki-Angebot der Reformierten Kirchgemeinde Bülach «Ich bemühe mich immer, möglichst vielen Talenten Raum zu geben», so Dominik Zehnder.

Nach elf Hausbesuchen dürfen sich die Sternsinger im Chiletreff neben der reformierten Kirche bei heisser Schokolade und Königskuchen aufwärmen.

Erstellt: 09.01.2017, 14:42 Uhr

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