Flughafen

Swiss-Flugzeug soll in der Luft Teile verloren haben

Nach der Notlandung eines Swiss-Flugzeugs in Paris suchen Ermittler nun nach Flugzeugteilen. Das betroffene Modell ist brandneu.

Eine Airbus A220 der Swiss - eine Maschine dieses Typs soll über Frankreich Teile des Triebwerks verloren haben.

Eine Airbus A220 der Swiss - eine Maschine dieses Typs soll über Frankreich Teile des Triebwerks verloren haben. Bild: Keystone

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Als der Flug LX348 von Genf nach London am 25. Juli auf knapp 10'000 Metern Höhe über Frankreich flog, hörten Passagiere einen Knall und sahen laut «Aviation Herald» Flammen aus einem Triebwerk schiessen. Die Cockpitcrew stellte einen technischen Defekt am linken Triebwerk fest und bat um eine rasche Landung auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle, wie «20min.ch» berichtet.

Die Maschine konnte sicher landen. Es handelt sich um ein Flugzeug, das erst seit Juni 2018 für die Swiss im Einsatz ist. Die ursprünglich unter dem Namen C-Series vermarkteten Flugzeuge von Bombardier wurden von Airbus übernommen und tragen seither den Namen A220.

Teile werden im Wald vermutet

Offenbar hat das Flugzeug in der Luft Teile verloren, wie nun bekannt wurde. Die französische Flugunfall-Untersuchungskommission hat gestern einen entsprechenden Zeugenaufruf veröffentlicht. Bei den Untersuchungen wurde festgestellt, dass Teile des Triebwerks fehlen. Die Behörden vermuten, dass sich diese in einem Wald in rund 50 Kilometer nordwestlich von Dijon in Frankreich befinden.

Die Behörden rufen die Bevölkerung nun dazu auf, Beobachtungen zu melden – und warnen: Die bis zu 30 Zentimeter langen Teile aus Titan seien scharfkantig. Ob sich die Teile aufgrund eines Materialfehlers oder menschlichen Versagens lösten, ist bislang nicht bekannt. Die Untersuchung wird durch die US-Sicherheitsbehörde NTSB geführt, weil der Triebwerkhersteller aus den USA kommt.

«Herabfallende Teile können zum Tod führen»

Aviatik-Experte Patrick Huber sagt gegenüber 20min.ch, dass ein solcher Fehler im schlimmsten Fall tödlich sein könne: «Wenn die Teile aus 10'000 Metern Höhe hinuntergestürzt sind und jemanden getroffen haben, kann dies durchaus zum Tod führen.» Generell seien Vorfälle dieser Art aber sehr selten. «Eigentlich sollte es nicht passieren dürfen, dass Teile einfach so abfallen», sagt Huber.

Dennoch hält er das Flugzeug für ein sehr sicheres Transportmittel: «Ein Flugzeug wird ständig gewartet und nach jedem Flug geprüft. Es ist wahrscheinlicher, dass man beim Autofahren Teile vom Fahrzeug verliert als ein Flugzeug Teile während des Fliegens.»

Die Swiss kann sich aufgrund laufender Untersuchungen nicht weiter zum Vorfall äussern. (red)

Erstellt: 21.08.2019, 15:31 Uhr

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