Opfikon

Tausende feiern im Glattpark heisses Fest am See

An die 3000 personen genossen das Quartierfest «Jazz am See & more» in seiner elften Auflage.

Die Band King Caruso spielte im Glattpark Jazzstandards oder Rock’n’Roll-Klassiker und brachte damit nicht nur die Kindern vor der Bühne zum Tanzen.

Die Band King Caruso spielte im Glattpark Jazzstandards oder Rock’n’Roll-Klassiker und brachte damit nicht nur die Kindern vor der Bühne zum Tanzen. Bild: Urs Weisskopf

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Rot flackert die Bühnenbeleuchtung. Sänger Flaco Martino von «King Caruso» schmachtet «Ay Cosita Linda» eine Hommage an die Jazzlegende Nat King Cole ins Mikrophon. Einige Paare tanzen, vor der Bühne hüpfen die Kleinsten. Etwa abseits spielen junge Leute Beachvolleyball, auf den Bänkchen sitzen ältere Herrschaften und geniessen die Musik, die der laue Wind an ihr Ohr trägt. Sie sehen Jugendliche aufmarschieren, lachen über Kinder, die sich kreischend unter einem porösen Wasserschlauch Abkühlung verschaffen, erfreuen sich an einer bunten Parade der Kinderwägen, schmunzeln über Hündchen die am Abend endlich ins Freie dürfen. Eintritt gratis. Eine Nacht wie aus dem Bilderbuch. Fast utopisch schön. Jetzt am Freitagabend kurz vor 22 Uhr zeigt das Thermometer 26 Grad.

Alles läuft glatt

Im Glattparker See plantschen Kinder, die Liegewiese sieht man kaum mehr, vor lauter Decken und Menschen. An einer Festbank im Hauptzelt macht OK-Chef Sascha Zimmermann einen Moment Pause. Um ihn herum stapeln sich Programmflyer, Papiertüten mit irgendeinem Inhalt, ein Schlüsselbund den ein ehrlicher Finder abgeben hat. Auch ein Verbandskasten liegt griffbereit. «Wir haben ihn bis jetzt noch nicht gebraucht. Alles läuft glatt hier am Glattparksee. Sogar der Lebensmittelkontrolleur, der uns unangemeldet einen Besuch abstattete, war zufrieden. Puh, da sind wir froh», sagt der 42-jährige Präsident des Quartiervereins und Mitbegründer von Jazz am See & more.

Und dann erzählt er, dass vor 11 Jahren, bei der ersten Auflage des geselligen Anlasses, gerade einmal gut ein Dutzend Menschen vor Ort waren. Damals hiess es noch «Jazz am See» und das Zelt wurde von den Mitgliedern des Quartiervereins Glattpark aufgestellt. Weil immer mehr Gäste kamen, optimierte man vor zwei Jahren das Konzept, indem man unter anderem auch die Verpflegung an Externe delegierte.

Reichhaltiges Essensangebot

Und so duftet es an diesem Freitagabend nach Hamburger, nach Mexikanischem und Asiatischem, nach Fischchnusperli, Bratwurst und Crêpes. Der Lions Club Glattal schenkt, zugunsten der Musikschule Kloten, an einer Bar Schaumwein aus. Hausgemachtes Glace kommt aus der Küche des Glattbrugger Alterszentrums Gibeleich und Cupcakes aus der Manufaktur des benachbarten Hotels Kameha Grand Zürich. «Ich habe eine Extraschicht eingelegt und produzierte 200 Stück», erzählt Stefanie Mathis. Vor zwei Jahren waren es noch 160. «Wir haben damals alle verkauft», berichtet sie.

«Gehts euch gut?», ruft jetzt Sänger Flaco Marino von der Bühne und die Gäste schreien «Ja!». Jetzt schallt der Klassiker «Jailhouse Rock» in eigentlich recht moderater Lautstärke über den Platz. 400 Mitglieder zählt der Quartierverein Glattpark, rund zehn Prozent von ihnen sind aktiv mit dabei und haben so diesen Abend ermöglicht. Unterstützt wird das Fest immer von der Kulturkommission der Stadt Opfikon. Band und Bühne gehen auf deren Kosten.

Inzwischen ist es 23 Uhr und viele Gäste machen sich auf den Heimweg. Kinder tragen bunte Ballone und der OK-Chef ein Lächeln auf dem Gesicht.

Erstellt: 30.06.2019, 14:45 Uhr

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