Bülach

Thailands Seele belebte die Stadthalle

Das Thai Food & Culture Festival auf dem Areal der Stadthalle Bülach fand dieses Jahr zum elften Mal statt. Von Freitag bis Sonntag erhielten die Besucher Einblick in Thailands Küche und Traditionen.

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Angefangen hat alles vor 40 Jahren, als der Gründer des Thai Food & Culture Festivals, Tom Mahiphund, aus seinem Heimatland Thailand in die Schweiz zog. Seither lebt die Familie mit ihren drei Söhnen im Zürcher Unterland.

«Tom hat damals festgestellt, dass hier sehr viele Thailänder leben. Er hat zuerst nur Konzerte organisiert», erzählt die OK-Chefin und Schwiegertochter Valenda Penne von Mai Thai Entertainment. «Weil es bei den Thais aber kein Konzert ohne Essen gibt, kamen immer mehr Leute wegen des thailändischen Essens.» Daraus habe sich dann das heutige Thai Food & Culture Festival entwickelt.

Kapazitätsgrenze erreicht

Inzwischen ist das Festival zum beliebten Treffpunkt für Liebhaber der fernöstlichen Küche geworden. Die Foodstände machen den grössten Teil aus. «Mit 70 Marktständen und rund 25'000 Besucherinnen und Besuchern stösst das Festival in der Stadthalle und auf dem angrenzenden Kiesparkplatz raummässig an seine Grenzen. «Wir kämpfen chronisch mit Platzproblemen und sind nun an unserer Kapazitätsgrenze angelangt», bemerkt Penne.

Eine in diesem Jahr erstmals am Festival durchgeführte anonyme Umfrage habe ergeben, dass die Befragten durchschnittlich vier bis sechs Mal am Festival gewesen sind und einen Besuch weiter empfehlen würden. Trotz der hohen Besucherzahl sei es am Festival noch nie zu einem nennenswerten Zwischenfall gekommen, sagt Penne.

In der thailändischen Küche schmücken kunstvoll geschnitzte Früchte und Gemüse jedes Buffet. «Diese traditionelle Kunst des Schnitzens wurde in Thailand früher nur in den Palästen gelehrt», erzählt Sasitorn Comotti-Lalpchit. Die scharfe Klinge ihres Schnitzmessers dringt dabei mit höchster Präzision in das Fleisch der Melone ein. Comotti-Lalpchit hat diese Technik bei Vandee Meier von Meiers Come Inn in Bülach gelernt. «Kürzlich habe ich an der Oberstufe in Uster während der Projektwoche einen Schnitzkurs geleitet.»

Am Schminkstand von Kwan Wille aus Pfäffikon, Schwyz, warten die Kinder ungeduldig. Vor allem Mädchen fühlen sich von den knalligen Farben und Formen der verspielten Motive angezogen. «Die Kinder können zwischen traditionellen und Fantasie-Motiven auswählen», führt die junge Thailänderin aus. Mit grosser Hingabe und Können verwandelt sie die Kinder in Schmetterlinge, Fabelwesen oder Prinzessinnen.

Sich verwöhnen lassen

Das Foyer der Bülacher Stadthalle erinnert an eine Wellnessoase. Bei Chalida Duttwiler und ihren Mitarbeiterinnen aus Geroldswil entspannen sich Besucher des Festivals auf bequemen Liegen bei einer Nacken- oder Fussmassage. «Bei uns sollen sie sich so wohlfühlen, als wären sie in Thailand in den Ferien», erzählte Duttwiler. Die etwas breiteren Liegen hat sie eigens für das Festival anfertigen lassen. «Bequem zum Chillen und mit einem separaten Fussteil», erklärt sie. Vor jeder Fussmassage werden die Füsse desinfiziert und gepeelt. Erst dann beginnt das eigentliche Fuss-Verwöhnprogramm.

Gelebte Traditionen

Auch wie aus feinster Thaiseide Stoffe gewoben werden, wird den Besuchern gezeigt. Daraus werden unterem anderem die traditionellen Wickelröcke in Thailand gefertigt. Einen dieser Wickelröcke trägt auch die Sängerin auf der Bühne, welche an den Foodständen mit Molarm, Musik und Tanz aus dem Nordosten Thailands für Unterhaltung sorgt. In einer Ecke der Stadthalle demonstrieren Sportler das Thaiboxen. «Dieser Sport erlebt zur Zeit in Thailand einen wahren Boom, vor allem bei der Jugend», bemerkt Festival-Organisatorin Valenda Penne.

Erstellt: 19.08.2019, 16:37 Uhr

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