Embrach

Umwandlung des Durchgangszentrums verzögert sich

Wegen des Flüchtlingsandrangs verzögert sich die Umwandlung des Embracher Durchgangszentrums in ein Bundeszentrum.

Im Juli wurde bekannt, dass das Durchgangszentrum in Embrach in ein Bundeszentrum umgewandelt werden soll.

Im Juli wurde bekannt, dass das Durchgangszentrum in Embrach in ein Bundeszentrum umgewandelt werden soll. Bild: Archiv ZU

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Der intensive Flüchtlingsstrom durch Europa hat Auswirkungen auf die Belegung der Asylstrukturen in der Schweiz. So hat der Kanton Zürich vor einigen Tagen bekanntgegeben, dass die Gemeinden ab Januar 2016 mehr Unterbringungsmöglichkeiten (pro 1000 Einwohner 2 zusätzliche Aufnahmen) bereitstellen müssen. Fürs Zürcher Unterland hat der Kanton die Aufnahmequote per 2016 um 450 Plätze von 1150 auf 1600 erhöht.

Personalbestand angepasst

Auch im kantonalen Durchgangszentrum Hard in Embrach machen sich die steigenden Asyl-Zahlen bemerkbar. Aufgrund der aktuellen Situation verzögere sich die Umwandlung des Durchgangszentrums in ein Bundeszentrum mit maximal 360 Plätzen, schreibt der Embracher Gemeinderat am Donnerstag in einer Mitteilung.

In den Einheiten des Durchgangzentrums sind zurzeit 600 Personen untergebracht. Sie kommen vorwiegend aus den Kriegsgebieten Irak, Syrien und Afghanistan, schreibt der Gemeinderat. Zur Gewährleistung eines geordneten Betriebs seien die Personalbestände angepasst worden. Dazu gehören auch Personen, die in einem weiten Kreis rund um das Durchgangszentrum Patrouillengänge durchführen. Kantonale Instanzen, Zentrumsleitung und Polizeiorgane machen zusammen mit der Gemeinde zudem regelmässige Lagebeurteilungen.

Schulbetrieb im KZU

Die Flüchtlingskinder aus dem Durchgangszentrum werden vorübergehend in ungenutzten Räumen des Kompetenzzentrums Pflege und Gesundheit (KZU) in Embrach unterricht. Der Schulbetrieb mit 80 Jugendlichen startete gemäss dem Gemeinderat am 4. November. Die Führung der Schule werde durch die Schuleinheit Ebnet gewährleistet, die Finanzierung sei vollumfänglich durch das kantonale Volksschulamt sichergestellt. (ori)

Erstellt: 12.11.2015, 11:52 Uhr

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