Freienstein-Teufen

Unterländer Elektrosportwagen rollt erstmals über die Strassen

Voraussichtlich 2016 werden in der Schweiz rassige Elektrosportwagen «made in Freienstein» unterwegs sein. Vor kurzem fand das erste Probefahren statt.

Projektleiter Daniel Wenger (links) und Redaktor Fabian Boller drehen eine Runde im sportlichen Elektromobil.

Projektleiter Daniel Wenger (links) und Redaktor Fabian Boller drehen eine Runde im sportlichen Elektromobil. Bild: Madeleine Schoder

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Die Entwicklung und Lancierung des ersten Unterländer Elektrosportwagens ist einen bedeutenden Schritt weiter. An der Swissmoto wurde der zweiplätzige Flitzer letztes Jahr erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. 150 Interessenten haben sich danach bei Kyburz gemeldet. Vor einigen Tagen fanden dann die ersten Probefahrten statt, und schon gingen die ersten definitiven Bestellungen ein. Fünf an der Zahl sind es bis dato. Damit steht fest, dass der strombetriebene Sportwagen die Prototypphase definitiv überwunden hat. Allerdings sind noch 15 weitere Bestellungen nötig, damit die Serienproduktion beginnen kann. Anfang 2016 sollen die ersten Auslieferungen stattfinden.

«Wir sind zuversichtlich. Die Nachfrage nach dem Fahrzeug ist definitiv vorhanden», sagt Markus Knöpfel, Geschäftsführer Personenfahrzeuge der Kyburz Switzerland AG. In seiner Preisklasse sei der E-Rod einfach einzigartig.

Race-Version mit 204 PS

Der windige Flitzer soll in drei verschiedenen Ausführungen auf den Markt kommen. Die Variante Basic kostet 20?000 Franken. Die Variante Fun verfügt über eine etwas bessere Reichweite und schlägt mit 27?000 Franken zu Buche. Tief in die Tasche greifen muss man für die Variante Race. Diese kostet 80?000 Franken. Dafür verfügt der E-Rod dann über 204 Pferdestärken (PS). Die günstigeren Ausführungen kommen mit immerhin 54 PS daher, was bei einem Gewicht von nur 450 Kilogramm noch immer ordentlich viel ist.

In Anlehnung an die Hot Rods

«Der E-Rod verfolgt dasselbe Prinzip wie die Hot Rods aus den 1920er- und 1940er-Jahren», erklärt Inhaber Martin Kyburz. Damals bauten Autofans in alte Karosserien neue Hochleistungsmotoren ein und lieferten sich damit Geschwindigkeitsrennen auf den amerikanischen Salzseen. «Die Autos hatten kaum Ausstattung. Es ging ums nackte Fahren», sagt Kyburz. Dieses Erlebnis möchte der Tüftler aus Freienstein mit dem E-Rod zurückbringen – allerdings in einer umweltfreundlichen Elektrovariante. So kommt der Sportwagen ohne Schnickschnack daher. Auch eine Frontscheibe fehlt, man sitzt direkt im Fahrtwind.

Von der Zulassung her entspricht der E-Rod einem Quad der Kategorie L7e. Das heisst, er kann mit dem Auto- oder Motorradfahrausweis gefahren werden. Die Reichweite des Elektromotors beträgt zwischen 55 und 220 Kilometer. Damit kommt das Freiensteiner Fahrzeug knapp an den Tesla Roadster heran. ()

Erstellt: 14.09.2015, 20:47 Uhr

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