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Vegi erkämpft sich Upgrade

Auf einem Flug von Mumbai nach Zürich erhielt ein streng religiöser Inder nicht das gewünschte Vegi-Menü. Sein Reklamieren trug Früchte.

Sowieso nicht jedermanns Sache: die Menüs in luftiger Höhe.
Sowieso nicht jedermanns Sache: die Menüs in luftiger Höhe.
Keystone

Einem indischen Passagier aus Mumbai ist das von der Swiss servierte Essen schlecht bekommen, wie «20min.ch» am Mittwoch schreibt. Amit Jay Kumar flog vor fünf Jahren mit der Swiss von Zürich nach Mumbai. Weil der Mann einer Religion angehört, die jegliche Nahrung, für die Tiere sterben müssen, verbietet, bestellte er sich ein spezielles Vegi-Menü.

Serviert wurde ihm aber ein Essen, in dem Fleisch enthalten war. Jay Kumar bemerkte dies nicht - sein Sitznachbar allerdings schon. Er wies den Essenden darauf hin, als dieser schon einen Bissen im Mund hatte. Jay Kumar beschwerte sich bei der Flugbegleiterin, fühlte sich aber von deren Reaktion nicht wirklich ernst genommen. Aus seiner Sicht hatte sie sich nicht genügend entschuldigt. Laut der Swiss wurde Jay Kumar danach ein vegetarisches Menü angeboten.

Business statt Economy

Amit Jay Kumar gelangte nach diesem Vorfall vor ein Bezirksgericht. Mit der Absicht, eine Entschädigung zu erstreiten. Die Swiss zeigte sich kulant, wollte dem Mann anbieten, einen künftigen Flug von Economy zur Business-Klasse aufzuwerten. Seine religiösen Gefühle seien verletzt worden - er zog den Entscheid weiter.

Letztendlich musste Amit Jay Kumar aber damit vorlieb nehmen, dass eines seiner künftigen Tickets von Indien in die Schweiz zu einem Businessclass-Ticket aufgewertet wird.

Die Swiss erklärte in einer Stellungsnahme, dass das Spezialmenü zwar geladen gewesen sei, von der Crew aber «übersehen» wurde. Alle Beteiligten der Logistikkette würden mit Nachdruck daran arbeiten, dass das Verteilen der Spezialmenüs klappe. In Einzelfällen, wie beispielsweise bei einem Flugzeugwechsel, könne es aber vorkommen, dass nicht alles reibungslos funktioniere.

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