Winkel

Verliebt, verloren, verzweifelt, vereint

Einen Monat lang suchte ein Paar aus Winkel nach seiner verschwundenen Katzenfamilie. Doch am Ende hätte das neue Jahr für sie nicht schöner beginnen können: Die Tiere sind wohlauf und zurück im trauten Heim.

Gesund und wohlauf zurück: Die drei Katzenkinder Finkli, Beni und Sina.

Gesund und wohlauf zurück: Die drei Katzenkinder Finkli, Beni und Sina. Bild: zvg

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Reto Huber und seine Partnerin Rebekka Wenger aus Winkel sind verliebt. Nicht nur ineinander – auch in ihre Katzen. «Schnurrli ist so ein zutrauliches Büsi», erzählt Reto Huber, «meine Partnerin und ich nahmen sie sofort bei uns auf.» Schnurrli ist eine grau getigerte Katze, die auf einem nahen Bauernhof lebte und dem Paar auf seinen Spaziergängen mit ihrer Zutraulichkeit ans Herz gewachsen war.

Sie hätten gewusst, dass die Katze trächtig war, als sie das Tier Anfang Dezember 2016 bei sich aufnahmen. «Ich wollte das Wunder einer Katzengeburt noch einmal miterleben», sagt Reto Huber, der diese Erfahrung in seiner Kindheit schon einmal gemacht hat.So kamen Mitte August drei kleine Kätzchen zur Welt. Sina, Finkli und Beni. Reto Huber und Rebekka Wenger erfreuten sich am neuen Leben im Haus.

Die kleinen Fellknäuel eroberten die Herzen der beiden im Sturm. «Eigentlich wollten wir für die jungen Katzen dann mal ein neues Zuhause finden», erklärt Reto Huber, «plötzlich waren wir uns dann aber nicht mehr so sicher, ob wir uns von den Kleinen trennen können.»

Dann kam der 1. Dezember. Die Katzenfamilie war wie so oft gemeinsam draussen auf Entdeckungsreise. Reto und Rebekka rechneten damit, dass die Mutter mit ihrem Nachwuchs spätestens tags darauf wieder zurückkehren würde – wie schon oft zuvor. Aber dieses Mal warteten die beiden umsonst.

Erlösender Telefonanruf

Schliesslich gaben sie in der Dorfzeitung ein Inserat auf mit der Überschrift «Katzenfamilie vermisst». Die Erleichterung war riesig, als sie Ende Dezember doch noch ein Telefonanruf erlöste: «Ein Mann teilte uns mit, dass unsere Katzen im Tierheim Pfötli gelandet sind», erzählt Reto Huber. Derselbe Mann hatte die Katzenfamilie damals am 1. Dezember im nahen Wald entdeckt und die Tierambulanz gerufen. Diese brachte die Katzenfamilie ins nahe Tierheim.

«Wahrscheinlich wären Schnurrli und ihre Katzenkinder an diesem 1. Dezember oder am nächsten Morgen zu uns zurückgekommen», sagt Reto Huber. Doch auch wenn er jetzt eine Rechnung für das Beherbergen der Tiere bezahlen muss, sind er und seine Partnerin überglücklich, ihre Samtpfoten wieder bei sich zu haben.

Erstellt: 04.01.2017, 16:15 Uhr

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