Zum Hauptinhalt springen

Viel Neues im Schulhaus Oberhausen

Der Schulstart ist nicht nur für Kinder und Elternein besonderer Tag, sondern auch für Lehrpersonen, die zum ersten Mal ihre eigene Klasse unterrichten. In dieser Situation war gestern Montag auch Gina Zängerle.

Vor dem Schulhaus Oberhausen herrschte am Montag morgen kurz nach 8 Uhr Aufregung: Kinder rennen mit bunten Rucksäcken die Treppen hoch, freuen sich über das Wiedersehen mit ihren Gspändli oder sind auf der Suche nach ihrem Klassenzimmer.

Im ersten Stock von Gebäude D steht Gina Zängerle und heisst ihre 15 neuen Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern willkommen. Es ist für alle ein besonderer Tag: Die Kleinen gehen fortan nicht mehr in den Kindergarten, sondern zur Schule, die 25-jährige Primarlehrerin hat ihre erste eigene Klasse übernommen. Erst vergangenen Sommer hat die Dielsdorferin die Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich abgeschlossen.

Vor der Wandtafel sind kleine Hocker in einem Kreis aufgestellt, die Kinder setzen sich drauf. Die Lehrerin begrüsst ihre Schützlinge. «Guten Morgen, Frau Zängerle», hallt es zurück. Als Erstes sollen die Kinder formulieren, was sie sich für das Schuljahr wünschen. «Viele Freunde finden», lautet die häufigste Antwort. In einer weiteren Übung berichten die Kinder von ihren Sommerferien. «Ich war in den Bergen», sagt Sunisa, die sich besonders darauf freut, rechnen zu lernen.

Nicht für eine Fachrichtung entscheiden

Bevor Gina Zängerle die Ausbildung zur Primarlehrerin begann, hatte sie zahlreiche Jobs und Praktika ausprobiert. Den Beruf als Lehrerin hat sie schliesslich wegen der Vielfalt gewählt: «Ich musste mich nicht für eine Fachrichtung entscheiden, sondern durfte sieben verschiedene Fächer belegen. Und Kinder mochte ich schon immer», erklärt sie.

Vor ihrem ersten Tag als Lehrerin war Zängerle nervös, hat sich aber selbst gut zugeredet. «Ich habe mir einfach immer wieder gesagt, dass ich nicht die Erste bin, die in diesem Job neu anfängt. Ausserdem habe ich während der Praktika auch schon unterrichtet.» Genau dadurch ist sie auch zu ihrer aktuellen Anstellung gekommen: Die Unterländerin absolvierte vergangenen Winter im Schulhaus Oberhausen ein dreiwöchiges Praktikum, danach hat sie sich für eine fixe Stelle beworben.

«Ich freue mich nun vor allem darauf, dass ich meine eigenen Unterrichtsideen umsetzen kann.» Bisher musste sie sich immer an bereits bestehende Strukturen in den Klassen anpassen. «Vor den ersten Wochen, in denen wir Rituale und Regeln einüben, und der Zusammenarbeit mit den Eltern habe ich am meisten Respekt», sagt Zängerle.

Glattpark führt zu Wachstum im Oberhausen

Im noch neuen Oberhausen, in dem gestern erst das dritte Schuljahr startete, setzte man bisher auf altersdurchmischtes Lernen (ADL). Dabei sind die Kinder der 1. bis 3. beziehungsweise 4. bis6. Stufe jeweils innerhalb einer Klasse durchmischt. Gestern sind mit den drei neuen ersten Klassen auch sogenannte Jahrgangsklassen dazugekommen.

Diese unterschiedlichen päd­agogischen Ansätze unter einen Hut zu bringen, ist für die Schule eine besondere Herausforderung: «Die Lehrpersonen der ADL-Klassen und diejenigen der Jahrgangsklassen müssen eine gemeinsame Pädagogik entwickeln, welche in beiden Organisationsformen umgesetzt werden kann», sagt Schulleiterin Sibylle Fuchs. Auch für sie hat sich dieses Jahr etwas verändert: Statt wie bisher allein die Schule zu leiten, teilt sie diese Aufgabe nun mit Alexander Buncic.

«Die Einheit ist so gross, dass sie nicht mehr von einer Schulleitung allein ­geführt werden kann», erklärt Fuchs. Das starke Wachstum führt sie hauptsächlich auf den Glattpark zurück: «Es gibt dort noch kein Schulhaus. Die Mehrheit der Kinder von diesem Quartier kommt zu uns in die Schule.»

Der Anstieg im Oberhausen auf aktuell rund 200 Kinder hat dazu geführt, dass auch der Schulraum erweitert werden musste: Mit den beiden neuen dreistöckigen Pa­villons D und E ist die Schule um acht Klassenzimmer gewachsen. «Dies hat unsere Schuleinheit stark verändert», sagt die Schulleiterin.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch