Bülach

Vom Bauernhof in die weite Welt hinaus

Engagiert und professionell: Korrespondentin ­Lara Surber stieg schon als 16-Jäh­rige in den Regionaljournalismus ein. Auch heute möchte die Redaktorin das Schreiben nicht missen.

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«Es ist eine schöne Abwechslung zu dem, was ich sonst ­mache», erklärt ­Lara Surber bei einem ­Ge­spräch im Bülacher Café ­Noah’s. Die 26-Jährige kommt ­direkt von einem Foto­termin für einen Artikel über die Macher eines Love-Mobiles. Obwohl ­Lara Surber zu 60 Prozent in einer Kommunikationsagentur in Zürich arbeitet und vor kurzem an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissen­schaften (ZHAW) in Winterthur ein Studium in Orga­ni­sa­tions­kommu­nikation auf­ge­nom­men hat, ist sie weiterhin als Korrespondentin für den ZU tätig.

Ein Jahr geflogen

Während sie sich bei der Kom­mu­nikationsagentur oft mit theo­re­tischen Fragestellungen rund um Vorsorge oder Versicherungen ­befasst, freut sie sich im Regio­naljournalismus über die vielen menschlichen Kon­takte. «Ich kann mich eigent­lich für das ­Meiste begeistern», bilanziert sie. Die Arbeit als freie Journalistin ist für sie auch deshalb berei­chernd, weil sie so Leute kennen­lernt, die bei ihr einen blei­ben­den Eindruck hinter­lassen. «Würde ich nicht schreiben, käme ich gar nicht in Kontakt mit diesen vielen interes­santen Leuten.»

Lara Surber ist auf einem etwas abgelegenen Hof in der Gemeinde Oberembrach aufgewachsen. ­Als sie 14-jährig war, absolvierte sie beim «Zürcher Unterländer», der damals noch eine Re­dak­tion in Bas­sers­dorf betrieb, einen Schnup­per­tag. Von da an war für ­Lara Surber klar: Sie wollte auch schreiben. So gehört sie nun mittlerweile seit ihrem 16. Lebens­jahr zum treuen Stamm der Korrespondentinnen und Korrespondenten. Nach der Matur arbei­tete ­Lara Surber zunächst ein Jahr lang als Flight Attendant für die Swiss, bevor sie Englisch, Rechtswissenschaften und Spanisch ­studierte.

Schiesssport als Hobby

Erstaunen dürfte vielleicht so man­­chen, was die junge, zier­liche Frau für ein Hobby betreibt: Seit ihrer Jugend ist ­Lara Surber passionierte Schützin. Dabei geht es ihr nicht um Bestleistungen mit dem Sturmgewehr, sondern um den Spass am Schiessen. Seit ­kurzem engagiert sie sich im ­Vorstand des Militärschiessvereins Ober­embrach. Auch ihren Freund hat sie durch den Schiesssport kennen gelernt. Seit letztem Februar wohnt sie zusammen mit ihm in Bülach. «Im Vergleich zu Oberembrach ist Bülach für mich sehr urban», schmunzelt Lara Surber.

Erstellt: 15.08.2016, 17:15 Uhr

Sommerserie

Im Rahmen seiner Sommerserie richtet der «Unterländer» das Scheinwerferlicht für einmal auf die freien Mitarbeitenden, die von der Redaktion «Korrespondenten», kurz «Korris», genannt werden. Der Leser erfährt also in loser Folge mehr über diejenigen Journalisten, die nicht in der Redaktion arbeiten, sondern von zu Hause aus Aufträge annehmen – und in der Zeitung bloss Namen ohne Gesicht sind, obwohl sie oft seit Jahrzehnten mit Block und Stift im Unterland unterwegs sind. Jeder «Korri» wird von einem anderen «Korri» porträtiert.

der «korri» in Kürze

«Ich bin eine Schönwetterschreiberin»

Wer ich bin: Ich heisse ­Lara Surber, bin 26 Jahre alt und lebe in Bülach. Ich bin Redaktorin in einer Kommunikationsagentur in Zürich und Teilzeitstudentin an der ZHAW. Für den ZU schreibe ich seit zehn Jahren.

Wieso ich für den ZU schreibe: Weil es mir Spass macht! Durch die Aufträge beim ZU ­lerne ich unheimlich viele Menschen kennen, die tolle Dinge tun und viel Spannendes zu erzählen haben. Diese Begegnungen sorgen dafür, dass ich von den meisten Aufträgen sehr zufrie­den nach Hause komme.

Mein schönster Auftrag: Einen bestimmten gibt es nicht. Grundsätzlich mag ich Aufträge, bei denen ich mit Menschen zu tun habe, die sich für einen guten Zweck einsetzen. Und Kulturelles wie Ausstellungen oder Theateraufführungen, weil mich das auch privat interessiert.

Mein schlimmster Auftrag: Von «schlimm» kann nicht die Rede sein. Aber ich gebe zu: ich bin eine Schönwetterschreiberin. Als ich einmal im Winter über einen Waldkindergarten berichten musste, stiess ich an die Grenzen meiner Kälte­­toleranz, und das Schreiben wurde mit den kalten Fingern lang­sam schwierig. Die Kinder schienen die Temperaturen nicht zu stören. (bst)

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