Wallisellen

Von gesunden Finanzen und krank machendem Licht

Neben den Jahresrechnungen wird an der kommenden Gemeindeversammlung auch die Initiative «Mehr Nacht» behandelt.

An der GV im Juni werden die Walliseller unter anderem darüber befinden, ob sie «mehr Nacht» wollen.

An der GV im Juni werden die Walliseller unter anderem darüber befinden, ob sie «mehr Nacht» wollen. Bild: mcp

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Sehr zügig informierten die Verantwortlichen am Montagabend an der Orientierungskonferenz über die drei Traktanden, welche an den beiden Gemeindeversammlungen vom 11. Juni behandelt werden: zwei Jahresrechnungen und den Antrag eines Bürgers. Über dreissig Behördenmitglieder sowie Bürgerinnen und Bürger hörten dabei im Foyer der Mehrzweckhalle, dass sowohl die Jahresrechnung der Schulgemeinde als auch der Politischen Gemeinde positiv ausfielen. Aus diesem Grund wurden die präsentierten Zahlen von den Zuhörern auch nicht kommentiert.

Schulgemeinde mit 4 Millionen im Plus

Daniela Rinderknecht, Finanzvorsteherin der Schulgemeinde, stellte die Jahresrechnung vor und durfte bei einem Aufwand von 46,8 Millionen Franken einen Einnahmenüberschuss von knapp über 4 Millionen Franken verkünden. Rund 90 Prozent ergaben sich aus den ordentlichen Steuern. 1527 Kinder aus 53 Nationen besuchen die Schulen in Wallisellen, was Rinderknecht als Bereicherung und Herausforderung zugleich beschrieb.

Der Steuerfuss soll unverändert bleiben

Ebenfalls rosig präsentierte sich die Jahresrechnung der Politischen Gemeinde. Tobias Meier Kern, Ressortvorsteher Finanzen und Liegenschaften, erläuterte die Zahlen, die im Detail auf mehreren Dutzend Seiten aufgelistet sind. Der Aufwand betrug über 76 Millionen Franken und ergab einen Einnahmenüberschuss von mehr als 4 Millionen ­Franken. Das gute Ergebnis führte Meier Kern vor allem auf die Grundstücksgewinnsteuer von über 6 Millionen zurück. Die Einnahmen aus dieser Steuer seien im Voraus allerdings schwierig zu berechnen, betonte der Finanzvorsteher. Der Steuerfuss soll unverändert bleiben.

Initiative fordert dunklere Nächte

«Der Gemeinderat wird beauftragt, neue Erlasse oder die notwendigen Änderungen bestehender kommunaler Erlasse vorzuschlagen, um der Lichtverschmutzung in der Gemeinde Wallisellen wirksam zu begegnen», lautet der Kernsatz der allgemein anregenden Initiative «Mehr Nacht für Wallisellen», die Gemeinderat Philipp Maurer vorstellte.

Das Bevölkerungswachstum habe zu einer veränderten Sachlage geführt und damit zu mehr Lichtverschmutzung, erklärte Maurer. Den Initianten gehe es darum, die Menschen für das Problem zu sensibilisieren und mithilfe eines Beleuchtungskonzepts, des Masterplans Licht, den öffentlichen Raum optimal auszuleuchten. Dies könne zum Beispiel mit intelligenter Beleuchtung geschehen, erklärte er. Ebenso sei dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung angemessen Rechnung zu tragen. (Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 15.05.2019, 11:10 Uhr

Infobox

Am 11. Juni findet um 19 Uhr die Schulgemeindeversammlung statt. Die Versammlung der Politischen Gemeinde ist auf 20 Uhr angesetzt. Beide werden im Saal des Restaurants zum Doktorhaus abgehalten.

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