Opfikon

Von Orgel zu Orgel gepilgert

Der Organist Christian Gautschi führt Orgelspaziergänge in Zürichs Kirchen durch.

Thomas Brunner (links) und Hans Zolliker im Duett.

Thomas Brunner (links) und Hans Zolliker im Duett. Bild: Balz Murer

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Gut 400 Leute waren an den zwei letzten Stationen des Orgelspaziergangs in Zürich-Nord anzutreffen. Gegen 17 Uhr trudelten sie in Gruppen in der evangelisch-methodistischen Kirche in Opfikon ein. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Raum lauschte das Publikum den Orgel- und Trompetenklängen von Hans Zolliker und Thomas Brunner im Saal der Kirche.

Veranstalter Christian Gautschi begrüsste seine Gäste und forderte sie scherzhaft auf, sich vorn hinzusetzen, sollte der Platz nicht ausreichend sein: «Wer sich traut, kann sich auch hier vorn auf den Boden setzen.»

Danach folgte eine Auswahl verschiedener Stücke, gespielt auf der Trompete und der Orgel. Zolliker und Brunner produzierten jazzig-bluesige Klänge auf ihren Instrumenten und zeigten, dass die Orgel vielseitig einsetzbar ist und mehr als nur Kirchenmusik von sich geben kann. «Barock trifft Blues – alte und neue Klänge erfüllen den Kirchenraum» lautete der Name des vielversprechenden Programms. Die beiden freuten sich über den grossen Andrang: «Herr Gautschi hat hier einen ganz tollen Anlass organisiert», so Zolliker. Die meisten Besucherinnen und Besucher seien aus Zürich-Oerlikon und Umgebung gekommen, wo Christian Gautschi selbst spielt.

Zu Fuss von einer Station zur nächsten

Auch das Publikum war begeistert von dem mehrstündigen Anlass. Viele der Zuhörerinnen und Zuhörer hatten die Stationen zu Fuss abgelaufen, einige waren aber auch mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs. Angefangen hatte der Spaziergang bereits um 12 Uhr. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten unterwegs essen, wie Gautschi erklärte.

Der Anlass ist ein voller Erfolg für den jungen Musiker, der die Idee für den Spaziergang bereits vor einigen Jahren hatte. «In der Zürcher Innenstadt oder auch in Bern gibt es die Orgelspaziergänge schon länger, das hat mich dazu inspiriert, selbst einen zu veranstalten», berichtete Gautschi. «Als ich den Orgelspaziergang in Zürich-Nord vor vier Jahren das erste Mal organisierte, erfreute er sich hoher Beliebtheit. Schon damals kamen bereits 100 Besucherinnen und Besucher.»

Besonders die Vielfalt der musikalischen Darbietungen wurde vom begeisterten Publikum geschätzt. «Ich finde den Spaziergang eine super Idee», erzählte ein Besucher. «Besonders gefallen haben mir die Auswahl der Stücke und natürlich die Orgeln, die alle komplett unterschiedlich klangen.»

Auch ein Ehepaar, das zum ersten Mal am Orgelspaziergang teilnahm, versprach, wiederzukommen. «Wir fanden es eine sehr abwechslungsreiche und informative Veranstaltung. Da wir von weither kommen, kannten wir auch diese Quartiere nicht», sagten sie. An der siebten und letzten Station konnte man «Musik aus Amerika und Frankreich für Harmonium und Orgel» hören. Im Gegensatz zur eher schlichten methodistischen Kirche fand dieser Teil des Spaziergangs in der grossen reformierten Kirche ein paar hundert Meter weiter statt.

Erstellt: 20.10.2019, 17:03 Uhr

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