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Waghalsige Manöver führen auf Unterländer Strassen vermehrt zu Unfällen

Die Bezirksräte und Statthalterämter der Unterländer Bezirke haben die Zahlen des letzten Jahres bekannt gegeben. Bülach gehört erneut zur kantonalen Spitze, was die gesetzlichen Übertretungen betrifft. Es waren mehr als doppelt soviele, wie im Bezirk Dielsdorf.

Autounfälle beschäftigen die Statthalterämter der Bezirke Bülach und Dielsdorf mit Abstand am meisten. Baustellen, wie jene auf der A51, erhöhen das Unfallrisiko zusätzlich.
Autounfälle beschäftigen die Statthalterämter der Bezirke Bülach und Dielsdorf mit Abstand am meisten. Baustellen, wie jene auf der A51, erhöhen das Unfallrisiko zusätzlich.
Archivfoto: Leo Wyden

Als Übertretungen werden bei den Statthalterämtern des Kantons Zürich Verstösse gegen die in der Schweiz gültigen Gesetze bezeichnet. Das Statthalteramt des Bezirks Bülach verzeichnete im letzten Jahr 12 800 solcher Fälle. Statthalterin Karin Müller-Wettstein sagt: «Damit stehen wir im Vergleich zu den anderen Bezirken weit oben.» Im Jahr 2016 stand Bülach mit 13 900 Übertretungen gar an der Spitze des Kantons. Anders im Bezirk Dielsdorf: Dort behandelte das Statthalteramt im letzten Jahr gerade mal 5300 Straffälle. Der Grund dafür liegt in der Bevölkerungszahl: Im Bezirk Dielsdorf leben rund 55 000 Personen weniger als im Bezirk Bülach.In beiden Bezirken entfiel der Löwenanteil der begangenen Übertretungen mit über 60 Prozent auf den Strassenverkehr. Rudolf Angst, stellvertrender Statthalter des Bezirks Bülach, sagt: «Bei uns gibt es ausserordentlich viele grössere Kreuzungen, wo es immer wieder zu Unfällen kommt.» Dazu kämen Baustellen, welche ebenfalls eine grössere Unfallgefahr im Strassenverkehr darstellen. Ein Beispiel dafür ist Sanierung der A51 zwischen Bülach und Kloten. Die Autobahn ist derzeit nur auf verengten Spuren befahrbar. «Dadurch vermehrten sich die Auffahrunfälle und Streifkollisionen beim Spurwechsel», sagt Statthalter Angst.

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