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Der «Zangenangriff» verhinderte noch Schlimmeres

Die Waldhütte im Spitalwald ist am Samstag bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

Die Spitalwaldhütte Bülach brannte am frühen Samstagmorgen lichterloh.
Die Spitalwaldhütte Bülach brannte am frühen Samstagmorgen lichterloh.
Stützpunktfeuerwehr Bülach
Sie brannte bist auf die Grundmauern nieder.
Sie brannte bist auf die Grundmauern nieder.
Daniel Wülser
Auch von der Inneneinrichtung dürfte nicht viel übrig geblieben sein.
Auch von der Inneneinrichtung dürfte nicht viel übrig geblieben sein.
PD
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Es war eine Patrouille der Kantonspolizei, die am Samstag um 3.30 Uhr von der Autobahn aus einen Brand im Bülacher Spitalwald entdeckte.

Sofort wurde die Stützpunktfeuerwehr Bülach aufgeboten. «Unsere Einsatzkräfte trafen die Waldhütte im Vollbrand vor», sagt Boris Rauscher, Chef Kommunikation der Stützpunktfeuerwehr.

Durch die Holzkonstruktion hatte sich das Feuer rasch ausgebreitet: «Die Sicherheit der Feuerwehrleute und die Rettung von Personen standen an oberster Stelle.» Glücklicherweise habe sich jedoch niemand im Gebäude befunden.

Zwei Einsatztrupps, die sich schon bei der Anfahrt mit Atemschutz ausgerüstet hatten, hätten vor Ort von zwei Seiten mit den Löscharbeiten begonnen: «Durch diesen sogenannten Zangenangriff konnte ein Übergreifen der Flammen auf das leicht brennbare Nadelgehölz und die Laubbäume verhindert werden».

«Die Sicherheit der Feuerwehrleute und die Rettung von Personen standen an oberster Stelle.»

Boris Rauscher, Chef Kommunikation der Stützpunktfeuerwehr

Zusätzlich sei der Brand durch einen weiteren Atemschutztrupp von der Autodrehleiter aus bekämpft worden. Er konnte so rasch unter Kontrolle gebracht werden.

Wassertanks und Wärmebildkameras

«Weil es im Wald keine Hydranten hat, mussten mehrere Löschfahrzeuge mit integrierten Wassertanks von bis zu 5000 Litern eingesetzt werden», beschreibt Rauscher das Vorgehen. Dafür leistete die Feuerwehr Höri-Hochfelden Nachbarschaftshilfe. «So konnte die Wasserversorgung über die Distanz von 650 Meter bis zum nächsten Hydranten sehr schnell aufgebaut werden», ergänzt er.

«Unsere Einsatzkräfte trafen die Waldhütte im Vollbrand vor.»

Boris Rauscher

Mittels Wärmebildkamera habe man anschliessend Glutnester gesucht und diese gelöscht. Insgesamt standen rund 30 Einsatzkräfte der Stützpunktfeuerwehr Bülach sowie 15 Einsatzkräfte der Feuerwehr Höri-Hochfelden während dreieinhalb Stunden im Einsatz.

Hoher Sachschaden

Noch weiss man nicht, was den Brand ausgelöst hat. Spezialisten des Brandermittlungsdienstes der Kantonspolizei Zürich werden dies untersuchen. Auch der Sachschaden kann noch nicht beziffert werden, dürfte aber gemäss Kantonspolizei 100000 Franken übersteigen

Ursprünglich nach dem 2. Weltkrieg als Unterstand errichtet, war die unweit des Sportzentrums Hirslen gelegene Spitalwaldhütte in den 1950-er Jahren ausgebaut worden und bietet heute Platz für 40 Personen. Sie gehört der Stadt Bülach und wurde bis zum Brand regelmässig vermietet. Gemäss Belegungsplan auf der Buchungsplattforum «Raum 4 you» war die Hütte am Vorabend des Brandes vermietet.

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