Wil

Weinfest mit preisgekrönten Tropfen

Das Weinfest der Winzerfamilie Neukom lockte am Pfingstwochenende rund 1000 Gäste nach Wil. Rösti und Bratwurst, unterhaltsame Musik sowie edle Tropfen vom eigenen Weingut sorgten für zwei vergnügliche Tage voller Geselligkeit.

Die ganze Familie im Zeichen des Rebensafts: Maya, Tony, Hansruedi und Leo Neukom (von links) am Weinfest auf ihrem Weingut in Wil.

Die ganze Familie im Zeichen des Rebensafts: Maya, Tony, Hansruedi und Leo Neukom (von links) am Weinfest auf ihrem Weingut in Wil. Bild: Leo Wyden

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Am Pfingstsonntag sind die Festbänke auf dem Areal der Weinbauernfamilie Neukom gut besetzt. Der Walliser Bruno hat musikalisch das Zepter übernommen und spielt mit Hits und Evergreens auf. Unterstützung bekommt er spontan von Hansruedi Neukom, welcher am Waschbrett den Takt mit angibt. Der Rafzer Fredy Baur setzt sich mit Akkordeon dazu, das Trio verbreitet fröhliche Stimmung.

Unterdessen geht es an der Grillpfanne richtig heiss zu und her. 150 Kilo Rösti sind es an diesem Wochenende insgesamt, welche knusprig gebraten und fein duftend auf Abnehmer warten. Unermüdlich dreht und wendet Chefkoch Kurt «seine» Rösti in der riesigen Grillpfanne, damit sie nicht austrocknet und trotzdem braun und knusprig gebraten auf den Tellern der Gäste landet.

Doch nicht nur Kurt sorgt für das Wohl der Besucher, sondern 49 weitere Helfer und Helferinnen haben alle Hände voll zu tun. «Ein bisschen Spass muss sein», singt Bruno und trifft damit genau das Motto des Anlasses.

50 Tonnen Trauben pro Jahr

Die beiden Söhne der Neukoms, Leo und Tony, stossen bei einem Glas Blanc Barrique – der Lieblingsweisswein von beiden – auf das Weinfest an. Beide Söhne arbeiten im elterlichen Betrieb mit, der 26-jährige Leo als Weintechnologe, der 28-jährige Tony als Verkaufsleiter und Marketingverantwortlicher. Chef Hansruedi Neukom ist vor allem im Rebberg anzutreffen, während Maya Neukom für die Gästebewirtung zuständig ist.

Auf acht Hektaren werden Reben mit insgesamt zwölf verschiedenen Sorten angebaut, darunter hauptsächlich Blauburgunder- und Riesling-Silvaner-Trauben. In einem normalen Jahr ernten die Neukoms rund 50 Tonnen Trauben. Als Spezialität bezeichnen die Brüder den Merlot und den Heida. Beide Sorten sind in der Region eher rar.

Weniger Schäden

Die Weinbaufamilie Neukom ist stolz auf die Auszeichnungen vom vergangenen Jahr. So erhielten der Pinot noir Sélection 2013 sowie der Granat Barrique 2013 am Mondial des Pinots in Sierre zweimal Gold, genauso wie an der AWC Vienna in Wien. Für Leo Neukom, welcher nach einer Schreinerlehre gleich noch die Ausbildung zum Weintechnologen absolvierte, ein besonderer Erfolg. «Seit dem Jahr 2013 keltern wir unseren Wein selber.» Die Prämierungen seien eine Bestätigung, dass man auf dem richtigen Weg sei. Für das kommende Jahr ist sein Bruder bezüglich Rebenertrag positiv eingestellt. «Wir haben trotz den zwei Frostnächten weniger Schäden als letztes Jahr», bestätigt Tony Neukom. Dank den Frostruten, welche stehen gelassen und nach dem Frost heruntergebunden worden seien, habe man einen gewissen Erfolg erzielt. «Das werden wir auch in Zukunft so handhaben.»

Für die Winzerfamilie ist das Weinfest am Pfingstwochenende der Hauptverkaufsanlass des Jahres. «Es ist schön, dass wir viele unserer Kunden hier begrüssen dürfen und in persönlichen Kontakt kommen», sagt Tony Neukom. «So sehen wir, dass unsere Weine gut ankommen.» Besucher Walter und Brigitte Ritter aus Marthalen geniessen Wein, Essen und Musik. «Man trifft auf Leute, welche man schon lange nicht mehr gesehen hat», sagt Walter Ritter. Auch Ernst und Iris Willi aus Windlach gefällt das Weinfest. «Wir mögen die Cuvée blanche besonders gern.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 05.06.2017, 18:30 Uhr

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