Bassersdorf

Weitere Schäden gerade noch abgewendet

Zur Mitte der Sommerferien gehts in Bassersdorf einerseits sehr zügig und andererseits doch ziemlich langsam voran: Der Wasserleitungsersatz verläuft nach Plan, der Durchgangsverkehr muss dafür noch eine Weile auf 30 km/h abbremsen.

Die blau beschichteten neuen Leitungen im Abschnitt bei der Passerelle sind bereits verlegt.

Die blau beschichteten neuen Leitungen im Abschnitt bei der Passerelle sind bereits verlegt. Bild: PD

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Die ersten Gräben im Dorf sind bereits wieder zugeschüttet, neue Wasserleitungen verlegt. Bis der Verkehr auf der Hauptachse zwischen Bassersdorfer und Kloten allerdings wieder ungebremst und auf dem direkten Weg durchs Dorf rollt, wird es voraussichtlich noch rund zwei Wochen dauern.

Derzeit sind Bauarbeiter daran in der Klotenerstrasse auf rund 310 Metern Länge die alten, verrosteten Wasserleitungen auszugraben und durch neue zu ersetzen. Ein ansehnlicher Teil der alten Eisengussröhren sei bereits entfernt worden, sagt Michael Nauer, Bereichsleiter Tiefbau und Sicherheit der Gemeinde Bassersdorf.

Die vorgefundenen Exemplare seien wie erwartet ziemlich marode gewesen. «Die nächste Schadenfälle wären mit Sicherheit in naher Zukunft aufgetreten», musste er beim Anblick des Alteisenhaufens feststellen. Während der erste Bauabschnitt beim Denner schon längst fertig ist, hat man mit dem letzten Abschnitt zwischen der Passerelle und dem Motorradgeschäft Greutert eben erst begonnen.

Tempo 30 wird eingehalten

Insgesamt komme man bislang gut voran und liege ziemlich genau im Zeitplan. Ein grosser Teil der Klotenerstrasse ist seit dem Beginn der Sommerferien im Kanton Zürich nur in eine Richtung befahrbar – vom Dorfeingang zum Kreisel hin. In der Gegenrichtung gehts nach wie vor mit bescheidenen 30 Kilometern pro Stunde durch ein Wohnquartier, am Friedhof vorbei und beim Fussballplatz Acherwis wieder in die Klotenerstrasse.

Die Polizei habe ein Auge auf die Verkehrssituation geworfen und gelegentlich auch Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt, weiss Nauer. Insgesamt habe sich das Umfahrungsregime etabliert und das Tempolimit werde grösstenteils eingehalten.

Veraltete Wasserleitungen

Die bis zuletzt unter der Klotenerstrasse in Bassersdorf liegenden Wasserleitungen wurde im Jahr 1967 eingebaut und sind somit bereits über ein halbes Jahrhundert alt. In den vergangenen zehn Jahren kam es, gemäss Angaben der Gemeinde, zu 16 Rohrbrüchen, wovon acht in der Hauptleitung und acht in Hauszuleitungen auftraten.

Das hatte regelmässig zu notfallmässigen Schadenseinsätzen mitten in der Nacht geführt. Einzelne Rohrbrüche hatten dazu geführt, dass der darüber liegende Asphaltbelag grossflächig aufgedrückt und einen Haufen Kies aus dem Untergrund hinausgespült wurde. Die Wassermassen hatten zuweilen auch Keller von Wohnhäusern entlang der Klotenerstrasse überflutet.

Die abgebrochenen Wasserleitungen aus der Klotenerstrasse sind Gussduktil-Röhren aus dem Jahr 1967. Foto: PD

Pro Schadensfall seien so jeweils Kosten von bis zu 140000 Franken angefallen, erklärte der zuständige Gemeinderat Christian Pfaller (SVP) an einer öffentlichen Infoveranstaltung Ende Mai. Da der Kanton, dem die Strasse an sich gehört, in absehbarer Zeit keine Sanierung derselben vornehmen wird, sah sich der Gemeinderat gezwungen, die kommunalen Wasserleitungen unter der Hauptachse im Dorf nun komplett auf eigene Kosten zu ersetzen.

Üblicherweise nehmen Gemeinden und Kanton die Strassensanierungen und den Leitungsersatz jeweils zusammen vor, damit der Boden nur einmal aufgerissen werden muss. Doch länger zuzuwarten war in diesem Fall für die Gemeinde aufgrund des schlechten Zustands der Wasserleitungen nicht möglich.

Holzunterlagen mitschuldig

Generell seien jetzt Korrosionen sichtbar geworden, welche auf spezielle elektrochemische Prozesse zurückzuführen seien, weiss Nauer. Ausserdem gabs zum Teil eine schlechte Rohrbettung sowie vereinzelte Holzunterlagen, die für das verstärkte Durchrosten der Leitungen verantwortlich gewesen seien. All das will man jetzt verbessern, damit künftig eine möglichst hohe Lebensdauer der neuen Rohre erreicht werden kann.

Erstellt: 02.08.2019, 11:59 Uhr

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