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Wenn die Kühe miteinander ringen

Die Kühe waren los.Genauer die Eringerkühe, die mit ihrem Kampf erstmals im Kanton Zürich diese Walliser Tradition vorführten.

Rainer Maria Salzgeber und Silvan Zurbriggen präsentierten in Kloten am Rand der Gewerbeschau die Walliser Tradition der «Kuhkämpfe».
Rainer Maria Salzgeber und Silvan Zurbriggen präsentierten in Kloten am Rand der Gewerbeschau die Walliser Tradition der «Kuhkämpfe».
Urs Brunner

Kuhkampf statt Fondue. Staub statt Hüttenromantik. Die Wal­liser Enklave Baracca Zermatt brachte eine typische Walliser Tradition in die Üsserschwyz. Brachial und urchig wirkt der Kampf des gehörnten Viehs auf das vielleicht zarte Gemüt. Silvan Zurbriggen, ehemaliger Weltcupsieger, Skistar und Züchter von Eringerkühen, und sein Team brachten drei der stattlichen Tiere mit ins Unterland. Fünf Kategorien zählt der tierische Kampfsport, bei welchem sich jeweils zehn bis fünfzehnTiere treffen.«Normalerweise verlaufen die Kuhkämpfe zwischen zwei Kühen ohne Verletzungen ab. Ziel ist es, die Rangordnung innerhalb der Herde zu bestimmen», erklärte Rainer Maria Salzgeber, der Gastgeber des Abends. «Wo letztes Jahr das Motto der Baracca Zermatt das 150-Jahr-Jubiläum der Erstbesteigung des Matterhorns war, haben wir uns heuer für die Gastronomie der speziellen Art entschieden. Dazu gehört halt auch die Eringerkuh», so Salzgeber mit einem Augenzwinkern. Diese Kuhkämpfe werden im Wallis seit 1992 durch­geführt. Die Rasse der schwarzbraunen bis dunkelrot gefärbten Eringerkühe geht zurück bis zu den Römern. Ansonsten eher friedlich und geduldig, können die vierbeinigen Damen im Kampf ganz schön rabiat werden. Dies war auch in Kloten nicht ­anders.

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