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Wenn die Psyche Trauer trägt

Eine Lungenentzündung nach einem langen Leidensweg zwang eine Seniorin aus Opfikon zu einem Aufenthalt im Spital. Erst da wurde auch ihre psychische Erkrankung entdeckt. Sie litt unter einer Depression.

Gerade ältere Menschen sind es nicht gewohnt, über ihr seelisches Befinden zu sprechen, und überfordern sich damit selbst. Der Griff zu Alkohol oder Medikamenten ist dann nicht mehr weit.
Gerade ältere Menschen sind es nicht gewohnt, über ihr seelisches Befinden zu sprechen, und überfordern sich damit selbst. Der Griff zu Alkohol oder Medikamenten ist dann nicht mehr weit.
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Gut sieht sie aus – eine gepflegte, selbstbewusste Frau. Ein «AHV-Teenager» sei sie, scherzt die 68-jährige Opfikerin. Sich selbst wertzuschätzen, das hat sie erst wieder lernen müssen. Dass die Depression eine Krankheit ist wie körperliche Krankheiten auch – und nichts, wofür man sich schämen muss –, dafür gebe es in ihrer Generation kaum Verständnis. «In meiner Altersklasse haben psychische Krankheiten ein schlechtes Image», erklärt sie. «Da heisst es gleich, die spinnt.» Die Frau möchte anonym bleiben, doch ist sie gerne bereit, mit dem ZU über ihre Erfahrungen zu sprechen, denn: «Depression im Alter darf kein Tabuthema mehr sein.»

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