Wallisellen

Wie der Kletterturm zur Räuberhöhle wird

Die von der Gemeinde angebotene Spielplatz-Animation beweist sich auch im dritten Jahr als beliebter Treffpunkt für Kinder und ihre Begleitpersonen. Neue Spielideen und gegenseitiges Kennenlernen stehen im Fokus.

Dank der Spielplatz-Animation können ganze Spielplätze sich verwandeln. Hier wird etwa ein Kletterturm mit ein paar Tüchern kurzerhand zum Segelschiff umfunktioniert.

Dank der Spielplatz-Animation können ganze Spielplätze sich verwandeln. Hier wird etwa ein Kletterturm mit ein paar Tüchern kurzerhand zum Segelschiff umfunktioniert. Bild: Francisco Carrascosa

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Mit vollem Körpereinsatz bringt die fünfjährige Lanah eine zwischen zwei Bäumen gespannte Hängematte ins Schaukeln. Darin eingerollt gluckst ihre Kollegin Melissa vor Vergnügen. «Komm Papa, gib du uns Schwung», fordert Lanah und klettert flink selbst in die Matte. Roman Gügi hat seine Tochter auf den Spielplatz Spöde beim Sportzentrum begleitet. Von der mobilen Spielplatz-Animation, die dort zum dritten Mal in Folge stattfindet, hatten ihm bereits andere Eltern erzählt. Auch ein bunter Flyer, der über die Schulen verteilt wird, weist auf das kostenlose Angebot hin, welches die Abteilung Gesellschaft der Gemeinde Wallisellen seit 2015 für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren und deren Eltern oder Betreuungspersonen organisiert.

Die begleitete Spielanimation findet von Ende März bis September an zwölf Mittwochnachmittagen jeweils von 14 bis 16 Uhr auf abwechselnd drei der öffentlichen Spielplätze der Gemeinde statt sowie heuer erstmals auch auf dem Spielplatz Schwanen, welcher eigentlich zu einer privaten Liegenschaft gehört.

Einfache Mittel, kaum Vorgaben

«Die bunte Wimpelkette signalisiert: Heute sind wir hier», erklärt die Spielgruppenleiterin Tina Knecht vom Animations-Team. Zusammen mit Dana Antoniol, Mitarbeiterin Fachbereich Jugend, und Franziska Lüthard, Praktikantin Jugendarbeit, vermittelt sie den Kindern neue Möglichkeiten des freien Spiels. Im Leiterwagen haben die drei Frauen bunte Laken, Seile, einen Turnring, Bälle und Frisbees sowie zur Erfrischung ein paar Flaschen Mineralwasser mitgebracht. «Wir haben kein straff strukturiertes Programm, sondern möchten Anregungen geben», erklärt der Jugendbeauftragte Guido Welte. «Mit einfachen Mitteln und wenigen Vorgaben bieten wir eine kreative Spielfläche an.» Mit Tüchern verwandeln die Kinder den Kletterturm in eine Räuberhöhle – oder ist es ein Segelschiff? Dabei lernen sie spielend aufeinander zuzugehen. Das Kennenlernen stehe im Fokus, die Vernetzung im Quartier sei ein weiteres Ziel, betont Welte.

Ein Schatz aus Äpfeln

Während sich Robin (7) und Azad (5) mit anderen Kids beim betreuten Kicken vergnügen, zeigt sich Mutter Pinar Ogulkanmis bei ihrem ersten Besuch positiv überrascht: «Ich hatte befürchtet, es sei überfüllt und laut, doch die Atmosphäre ist lebhaft, aber wunderbar entspannt.» Die Sonne lacht an diesem Tag mit den Kindern um die Wette, doch findet das Angebot bei jeder Witterung statt. 23 Kinder haben sich inzwischen auf dem Spielplatz eingefunden. Nach einer Stunde Spielen käme oft die erste Baisse, weiss Knecht. «Wer hat Lust auf Schnitzeljagd?», ruft sie in die Menge und macht sich mit der halben Truppe ins weitläufige Gelände der Sportanlage auf. Mit Pfeilen aus Sägemehl markieren sie ihren Weg, bevor die zweite Gruppe nach zehn Minuten die Verfolgung aufnimmt.

Eine gemeinsame Schatzsuche ist der finale Höhepunkt. «Wir haben Äpfel versteckt – es braucht gar nicht mehr», sagt Knecht und verbindet damit gesunde Ernährung mit Spiel und Spass.


Weitere Informationen unter www.wallisellen.ch/kinderanimation. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 14.04.2017, 13:55 Uhr

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