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Wil setzt zum Bau verzögerter Heizung an

Der Bau einer neuen Holzschnitzelheizung für Wil hat begonnen. Das Projekt, um welches vor der Abstimmung im letzten ­Sommer viel diskutiert wurde, soll im August beendet sein.

Am Dorfrand schaufelten Gemeindepräsident Peter Graf (von links), Gemeindeschreiberin Katja Wickihalter, Projektleiter Michael Steinfeld, Förster Arthur Siegfried sowie die Gemeinderäte Peter Frei und Walter Meier die ersten Ladungen für die neue Heizung.
Am Dorfrand schaufelten Gemeindepräsident Peter Graf (von links), Gemeindeschreiberin Katja Wickihalter, Projektleiter Michael Steinfeld, Förster Arthur Siegfried sowie die Gemeinderäte Peter Frei und Walter Meier die ersten Ladungen für die neue Heizung.
Francisco Carrascosa

Die Holzschnitzelheizung von Wil kann man fast schon als Relikt bezeichnen. Seit rund 32 Jahre verrichtet sie ihren Dienst, untergebracht ist sie im Gemeindehaus. Dort hatte man bereits 2011 entschieden, dass die sanierungsbedürftige und immer wieder mit technischen Problemen behaftete Heizung ersetzt werden muss.

Am Dienstag nun hat man am Dorfrand mit dem symbolischen Spatenstich damit begonnen, das Gebäude für eine neue Heizung zu bauen. «Vom Wetter her wäre der heutige Tag ja eher für die Inbetriebnahme geeignet», scherzte Gemeindepräsident Peter Graf. Indes soll dies erst im August möglich sein, dann nämlich soll die Anlage fertiggestellt sein.

Bauhürde Kulturlandinitiative

Vom Entscheid des Gemeinderats, eine neue Heizung zu bauen, bis zum definitiven Spatenstich dauerte es fast sechs Jahre. Dass es immer wieder zu Verzögerungen kam, hat vor allem mit dem Kanton zu tun. Bereits 2011 sah der Gemeinderat nämlich die Parzelle am Dorfrand für den Bau vor, auf dem nun die neue Heizung hochgezogen wird. Dafür musste aber eine Bauzone bewilligt werden. Das wäre auch kein Problem gewesen – bis der Kanton 2012 die Bewilligung von Bauzonen nach der Annahme der Kulturlandinitiative aussetzte.

Ein Jahr später folgte dann die Entwarnung. Der Kanton stellte in Aussicht, dass für öffentliche Bauten eine Ausnahmebewilligung möglich ist. Die Wilemer sprachen sich anschliessend 2014 an der Urne dafür aus, die Parzelle für den Bau einer Heizung umzuzonen.

Wie diese Heizung aussehen soll, darüber war man sich allerdings nicht einig. Der Gemeinderat sah den 1,7-Millionen-Franken-Neubau vor, der nun gebaut wird. Die Rechnungsprüfungskommission hingegen war damit nicht einverstanden. Im Vergleich zu anderen Varianten sei das Neubauprojekt wegen der ­hohen Investitionskosten nicht wirtschaftlich. Ein Ersatz der bisherigen Heizung im Keller des Gemeindehauses würde vollkommen genügen. Und sei zudem mit Kosten von 900 000 Franken günstiger.

Das Volk stimmte indes an der Urne im Sinne des Gemeinderats und genehmigte den Neubau im letzten Juni. Die neue Heizung soll nun ab August die Gemeindeverwaltung, das Schulhaus sowie weitere Gebäude der Gemeinde wärmen.

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