Wahlfragebogen

«Wir müssen den Fluglärm in Kauf nehmen»

Unterländer Nationalratskandidaten und -kandidatinnen stehen dem «ZU» Red und Antwort. Heute stellt sich Jacqueline Wydler (BDP) aus Glattbrugg unseren Fragen.

Jacqueline Wydler (BDP) aus Glattbrugg will in den Nationalrat.

Jacqueline Wydler (BDP) aus Glattbrugg will in den Nationalrat. Bild: pd

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Wie soll sich der Flughafen Zürich-Kloten entwickeln? Sind die Pistenverlängerungen nötig? Wie kann der Fluglärm gerecht verteilt werden?
Jacqueline Wydler: Der Flughafen ist ein extrem wichtiger Arbeitgeber in der Region und zentral für die regionale sowie nationale Wirtschaft. Leider muss die schweizerische Luftfahrt einerseits gegen ungleich lange Spiesse im globalen Wettbewerb (z. B. staatlich unterstützte Luftfahrt) und andererseits gegen zunehmend verschärfte Rahmenbedingungen in der Schweiz kämpfen. Wenn wir weiterhin eine funktionierende schweizerische Luftfahrt wollen, müssen wir eben gewisse Dinge (zum Beispiel Fluglärm) in Kauf nehmen. Ich setze mich deshalb für mehr Toleranz gegenüber dem Flughafen ein. Ich unterstütze zudem eine gesunde Weiterentwicklung des Flughafens. Dies beinhaltet auch eine Pistenverlängerung und neue Schnellabrollwege. Auch ich bin übrigens stark vom Fluglärm betroffen.

Im Zürcher Unterland – besonders im Glattal – sind Verkehrsstaus inzwischen an der Tagesordnung. Wie kann das Problem gelöst werden?
Es braucht einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs in der Region.

Der Schweizer Einkaufstourismus jenseits der deutschen Grenze schadet dem hiesigen Gewerbe. Wie kann Abhilfe geschaffen werden?
Das Gewerbe muss die eigenen Stärken betonen und dem Kunden offensiv erklären, wieso man hier mehr bezahlt als im Ausland (z. B. Tierschutz, Bio, Lohnstandards usw.). Die Nähe zum Kunden sollte ebenfalls genutzt werden, zum Beispiel durch Hauslieferungen. (red)

Erstellt: 02.10.2015, 15:38 Uhr

Die politische Positionierung von Jacqueline Wydler. (Bild: vimentis.ch)

Mit dem Wahlfragebogen gibt der «Zürcher Unterländer» einer Auswahl von gut platzierten Unterländer Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratswahlen vom 18. Oktober die Möglichkeit, Stellung zu aktuellen Unterländer Themen zu beziehen.

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