Eglisau

«Zmörgele» im gemütlichen Ambiente

Zum letzten Mal für diesen Sommer lud die Untergass in Eglisau zum morgendlichen Verweilen ein. Vor dem Vicafé lockte ein gluschtiges Buffet zum Städtlizmorge. Für einmal besetzten nicht Autos, sondern Tische und Bänke die Gasse.

Die Eglisauer Untergass verwandelte sich am letzten Samstag zum grossen «Zmorgetisch».

Die Eglisauer Untergass verwandelte sich am letzten Samstag zum grossen «Zmorgetisch». Bild: Jasminka Huber

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Bettina Rämi vom ViCafe, Marcio Neto von der Vivi-Bar und Christoph Hagedorn von VIVA Eglisau organisierten gemeinsam den dritten Städtlizmorge dieses Sommers. Nachdem dieser Anlass sechs Jahre lang auf dem Städtli-Kalender gefehlt hatte, wurde er dieses Jahr mit Erfolg wieder lanciert. «Christoph Hagedorn kam auf mich zu und fragte, ob ich diesen Zmorge-Anlass mitorganisieren würde», erklärte Bettina Rämi, Geschäftsleiterin vom Vicafé.

Sie habe gerne zugesagt und so kamen die Gäste nicht nur in den Genuss von lokalen und regionalen Produkten, sondern auch von feinem Kaffee aus ihrem Betrieb. «Beim ersten Anlass waren bereits um 9 Uhr die Plätze voll», meinte Rämi, «heute bei bewölktem Himmel sind sich die Leute offenbar nicht sicher, ob das Wetter hält.»

Zeit für Begegnungen und Gespräche

Doch die Sonne kam und mit ihr die Gäste und die Tische mit den 40 Plätzen waren bis um 12 Uhr immer besetzt. Es herrschte ein familiäre Atmosphäre. Man kennt sich im Städtli. Herzliche Begrüssungen und angeregte Gespräche halten durch die Untergass. Die Besucher genossen es, mitten auf der Strasse ungestört und gemütlich zu sitzen und zu plaudern.

So auch Susi Frischknecht. Die Eglisauerin stiess um 11 Uhr zum Zmorge und fand das Buffet immer noch reichlich gedeckt. «Ich finde es sehr wichtig und schön, dass die Eglisauer Bevölkerung auf die Art Gelegenheit findet zu Begegnung, Austausch und Gespräch. Auch geniesse ich die Ruhe sehr.» Gemeint war damit die Ruhe von den Autos. Denn für den Städtlizmorge war die Untergass vorübergehend für den Autoverkehr gesperrt.

Eine Fussgängerzone als Vision

Für Christoph Hagedorn Co-Präsident von VIVA Eglisau sei auch dieser sozialpolitische Aspekt wichtig, wie er betonte. «Wir wollen nicht nur das Städtchen beleben, sondern auch die Botschaft vermitteln, wie schön es ist, eine Fussgängerzone zu haben. Und wie man sieht, ist es möglich. Dadurch möchten wir auch dem Gewerbe zusätzlich Leute ins Städtli bringen.» Die Gassen in Eglisau würden oft als Parkplatz-Suchfahrten genutzt, ein gemütliches Schlendern und Schaufenstergucken sei schwierig.

Dies bestätigte auch Bettina Rämi. «Wir haben oft Kinder im Café und diese müssen dann drinnen bleiben und können wegen dem Durchgangsverkehr nicht draussen spielen», sagte sie mit Bedauern. Gemäss den Rückmeldungen aus der Bevölkerung stehe dem Weiterführen des Anlasses nächstes Jahr nichts im Wege, meinte Hagedorn. «Wir ziehen erst einmal Bilanz. Es geht primär nicht darum reich zu werden aber für das Vicafé darf es auch kein Verlustgeschäft sein.»

Erstellt: 20.08.2018, 13:25 Uhr

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