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Zwischen Denkmalschutz und Moderne

Die über fünfzig Jahre alte Schulanlage Hinterwiden hat eine Gesamterneuerung erfahren. Nun arbeiten die Schüler mit modernen elektronischen Lehrmitteln in lichtdurchfluteten Räumen.

Gespannt warteten die meisten Besucher am Samstag bis die Führungen am Tag der offene Türe im frisch sanierten Klotener Schulhaus Hinterwiden los gingen. Markus Müller von der Firma L3P Architekten Regensberg, der den Bau und seine Herausforderungen wie kein zweiter kennt, führte durch die neugestalteten Räume und hatte eine Fülle an Informationen weiterzugeben.

Äusserlich hat sich die Schulanlage kaum verändert, dies weil der Denkmalschutz ein gewichtiges Wort mitzureden hatte. «Dies stellte grosse Herausforderungen für uns dar», erklärte Architekt Markus Müller. So musste zum Beispiel Eingangsbereich wo der Singsaal ist unter dem Holzfurnier an der Decke feuerfestes Material verbaut werden.

Elektronische Wandtafeln

Beim Innenausbau wurde die neueste Technologie genutzt, wie ein Blick ins Schulzimmer der Primarlehrerin Amanda Mendes zeigt. Die herkömmlichen Wandtafeln sind in den Zimmern belassen worden, neu sind aber auch elektronische Tafeln im Einsatz.

Die Schüler können direkt auf dem Bildschirm arbeiten. «Uns stehen damit sehr viele Möglichkeiten zur Verfügung, die wir nun entdecken werden», freute sich die Primarlehrerin. Sie unterrichtete etliche Wochen im Provisorium. «Darüber gab es wenig zu klagen», sagte Mendes. «Die Schüler arrangierten sich mit der Situation und sind nun motiviert mit den neuen Lehrmitteln zu arbeiten.»

Komplett neu sind die Sanitär- und Heizungsleitungen sowie die Lüftung. Statt Öl werden neu Holzschnitzel verheizt. «Die Ölheizung war veraltet, die heutige Technologie ist völlig anders», erläuterte Müller.

Die zwei übereinanderliegenden Turnhallen wurden bis auf den Rohbau zurück gebaut und und neu erstellt. In der oberen Turnhalle steht den Jugendlichen nun eine Kletterwand zur Verfügung.

Ideenreichtum bewies das Architekturteam, bei der Schaffung von zusätzlichem Raum für die gesetzlich vorgeschriebenen Tagestrukturen. Wo früher unterirdische Öltanks waren, schufen sie neu gestaltete Räume für den Mittagstisch. Auch hier arbeiteten die Architekten mit raffinierten Lichteinflüssen, so dass nicht mehr viel an einen unterirdischen Raum erinnert.

Die Werkräume und die Kochschule in der Berufswahlschule wurden ebenfalls mit moderner Technik ausgerüstet. Die Schulanlage ist behindertengerecht gebaut. So gibt es rollstuhlgängigen Rampen und drei neu installierte Personenlifte.

Die Container welche das Provisorium bildeten, kaufte die Stadt Kloten für 360 000 Franken. «Der Kauf der Container kommt die Stadt wesentlich günstiger als die Miete», erklärte der Präsident der Baukommission, Stadtrat Mark Wisskirchen. «Besonders wenn wir die Sanierung Schulhaus Nägelimoos ins Auge fassen. Dann kommt das Provisorium wieder zum Einsatz.»

Budget eingehalten

Die Sanierung konnte innerhalb des Budgets von 27,4 Millionen Franken abgeschlossen werden und fiel zur Zufriedenheit der Verantwortlichen aus. Eine beeindruckende Leistung, wie etliche Besucher meinten, angesichts der Unwägbarkeiten die bei einem derartigen Grossprojekt auftauchen können. Stadtrat Wisskirchen vergass nicht zu erwähnen, dass der Bau parallel zweieinhalb Jahre neben dem normalen Schulbetrieb lief.

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