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Burckardt mit schwachem Halbjahresergebnis

Zwar konnte dank einer Firmenakquisition der Umsatz gesteigert werden. Bereinigt von diesem Effekt sind die Zahlen allerdings schlecht.

Nach jahrelangem Höhenflug macht Burckhardt Copression harte Zeiten durch.
Nach jahrelangem Höhenflug macht Burckhardt Copression harte Zeiten durch.
Heinz Diener

Auf den ersten Blick sind die Zahlen erfreulich: Die Industriefirma Burckhardt Compression konnte den Umsatz im letzten halben Jahr erneut steigern. Dieser lag im ersten Semester des Geschäftsjahres 2016/17 bei 269.6 Mio. Franken, was einem Plus von 11% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Bei genauem Hinsehen stellt man aber fest, dass diese Steigerung dank der Akquisition der der chinesischen Firma Shenyang Yuanda zu Stande kam. Lässt man diese Übernahme weg, gingen die Verkäufe in den vergangenen sechs Monaten im Vergleich zur selben Periode des Vorjahres um 6 % zurück.

Noch schlechter steht es um die Auftragslage. Das Volumen der eingegangenen Bestellungen ging um 12 Prozent auf 222,8 Mio zurück – ohne Berücksichtigung von Shenyang Yuanda gar um 25 %. Grund dafür ist vor allem das schwache Geschäft mit Neumaschinen.

Das Geschäft mit Serviceleistungen lief hingegen gut. Der Bestellungseingang der Service-Aufträge nahm um 14,9 Prozent zu und betrug im letzten Halbjahr 99,2 Millionen Franken.

Keine rosigen Aussichten

Der negative Trend dürfte sich auch in jüngerer Zukunft fortsetzen. Burckhardt rechnet für 2017 mit einem Umsatzrückgang von rund 100 Mio Franken. Dem Unternehmen zufolge dürfte sich das Neumaschinengeschäft erst 2018 wieder positiver entwickeln.

Erst im August hatte das einstige Winterthurer Vorzeigeunternehmen, das Kompressoren zur Verdichtung, Kühlung und Verflüssigung von Gasen herstellt, wegen der schwachen Auftragslage den weltweiten Abbau von 100 Stellen angekündigt – 50 davon in Winterthur. Weitere 100 Personen in Winterthur sind wegen der mangelhaften Auslastung von Kurzarbeit betroffen.

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