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Längeres Gastspiel in ZürichDer Circus Knie kommt in diesem Jahr nicht nach Winterthur

Der Circus Knie muss die Tournee wegen der Corona-Pandemie weiter anpassen. Der Auftritt in Winterthur fällt aus Kostengründen aus.

Maskenpflicht im Zirkuszelt: Der Circus Knie startete gut in die Tournee 2020 – und muss trotzdem optimieren.
Maskenpflicht im Zirkuszelt: Der Circus Knie startete gut in die Tournee 2020 – und muss trotzdem optimieren.
Foto: Keystone

Das Gastspiel des Circus Knie in Winterthur stand schon länger auf der Kippe. Immer wieder musste die wegen der Corona-Pandemie verkürzte Tournee des Nationalzirkus angepasst werden. Nun ist die Absage in Winterthur Tatsache, wie das Unternehmen mitteilt.

Aus Kostengründen wird der für den 6. bis 8. November geplante Auftritt auf dem Teuchelweiher-Areal gestrichen. Es sei keine einfache Entscheidung gewesen, heisst es in der Mitteilung. «Aber nötig, um die verkürzte Tournee und die damit verbundene Reisezeit möglichst effizient zu planen.» Die Familie Knie hoffe, dass das Publikum in dieser besonderen Zeit Verständnis für die Situation aufbringe und freue sich ganz besonders auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. «Uns tut es für jeden Ort leid, den wir nicht besuchen können», sagt Fredy Knie junior auf Anfrage.

Gastspiel in Zürich wird verlängert

Ab Mittwoch gastiert der Zirkus in Zürich auf dem Sechseläutenplatz. Das dortige Gastspiel ist denn auch Hauptgrund für den Wegfall des Spielortes Winterthur, wie Fredy Knie erklärt. «Wir haben die Möglichkeit, in Zürich vier Tage länger zu bleiben.» Die Chance auf die zusätzlichen Spieltage nutze man, weil man so die Kosten optimieren könne – ein zusätzlicher teurer Zeltauf- und abbau fällt damit weg. Das finanzielle Loch, das durch die auf wenige Monate verkürzte Tournee entstehe, könne man damit nicht stopfen, «aber es wird hoffentlich nicht noch grösser». Knie ist überzeugt, dass auch Winterthurer nach Zürich fahren würden, um den Zirkus zu besuchen. «Die Leute sind heute mobiler.»

In Zukunft will der Zirkus übrigens wieder auf dem Teuchelweiher gastieren. Schon als der Spielort für 2020 auf der Kippe stand, teilte die Mediensprecherin mit: «Natürlich hält der Knie an Winterthur fest.» Die Familie Knie liebe den Standort über alles, er sei fix eingeplant.

Winterthur ist übrigens nicht der einzige Spielort, der aus dem Tourneeplan gestrichen wurde. Die Spielorte in der Romandie und im Tessin fielen 2020 ganz weg. Auch Langenthal und Thun wurden, teilweise kurzfristig, abgesagt. Nach Zürich stehen nach aktuellem Planungsstand noch die Städte St. Gallen, Wil, Rapperswil-Jona, Zug und Luzern auf dem Programm. Statt wie üblich von März bis November dauert die Tournee nun von September bis Ende Dezember.

«Wir haben uns daran gewöhnt»

Knie hofft, dass die Tournee trotz der steigenden Fallzahlen gut zu Ende geht. Man habe sich daran gewöhnt, dass sich die Situation laufend ändere. Aber: «Unser Schutzkonzept funktioniert.» Nebst optimierten Zugängen zum Zelt und einer neuen Lüftung gilt im Chapiteau eine Maskenpflicht. Für die Besucher sei diese kein Diskussionsthema, sagt Fredy Knie. Die Rückmeldungen seien eindeutig: «Die meisten haben im Publikum nach fünf spektakulären Zirkus-Minuten vergessen, dass sie eine Maske tragen.»