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Sutter ärgert sich über PetitionCoop-Angestellte fordern Homeoffice – CEO hält Standpauke

Rund 70 Büroangestellte des Detailhändlers haben laut einem Bericht eine interne Petition für Homeoffice unterschrieben. Die Betroffenen wurden zu einem Gespräch von Coop-Chef Joos Sutter gerufen – inklusive ihrer Vorgesetzten.

Coop-Chef Joos Sutter zitierte die betroffenen Büroangestellten zu einer persönlichen Standpauke nach Basel.
Coop-Chef Joos Sutter zitierte die betroffenen Büroangestellten zu einer persönlichen Standpauke nach Basel.
Foto: Georgios Kefalas (Kestone)

Bei Coop ist Homeoffice für alle 90’000 Angestellten generell verboten. Doch mit der Homeoffice-Empfehlung des Bundesrats im Frühjahr änderte der Detailhändler erstmals seine Regeln. Die Büroangestellten durften von Zuhause aus arbeiten. Anfang Sommer wird die Belegschaft wieder zurück ins Büro beordert. Aufgrund der steigenden Fallzahlen im September forderten jedoch mehrere Büroangestellte mit einer Petition, dass sie von Zuhause aus arbeiten dürfen.

Rund 70 Personen unterschreiben die Petition – und werden daraufhin vom Coop-Chef Joos Sutter in eine Aula am Hauptsitz in Basel zitiert. Wie die «NZZ am Sonntag» mit Verweis auf interne Quellen berichtet, erhalten auch die direkten Vorgesetzten der Betroffenen eine Einladung für das Gespräch.

Die Diskussion wird dem Bericht zufolge schnell hitzig. Der CEO macht klar, wer das Sagen hat. Das Fazit: Homeoffice bleibt vorerst verboten.

Erst als der Bundesrat im Oktober erneut eine Empfehlung fürs Homeoffice ausspricht, dürfen die Büroangestellten ihre Arbeit von zu Hause aus erledigen. «Es gilt klar zu differenzieren zwischen Homeoffice während der Pandemie und dem Thema Homeoffice generell», wird die Medienstelle des Detailhändlers zitiert. «Rund 90 Prozent unserer Mitarbeitenden arbeiten im Verkauf, in der Logistik und in der Produktion. Dort ist Homeoffice grundsätzlich nicht möglich.» Von Büroangestellten werde daher eine gewisse innerbetriebliche Solidarität erwartet.

Als Grund für die Vorladung zur Standpauke des CEO gibt die Medienstelle an, dass sich die Unternehmensleitung «in einer «guten Unternehmenskultur» den offenen Fragen der Angestellten stelle.

75 Kommentare
    Ralf Liebig

    Coop, für dich, aber nicht für mich