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11 Patienten und 13 Pflegende infiziertCorona-Ausbruch im Spital Bülach

Auf einer Bettenstation im Spital Bülach haben sich 11 Patienten und 13 Pflegende mit dem Coronavirus angesteckt.

Im Spital Bülach kam es zu einem Corona-Ausbruch. 11 Patienten und 13 Pflegende sind am Virus erkrankt.
Im Spital Bülach kam es zu einem Corona-Ausbruch. 11 Patienten und 13 Pflegende sind am Virus erkrankt.
Foto: Sibylle Meier

Das Spital Bülach kommt nicht zur Ruhe. Nach dem überraschenden Rücktritt von CEO Rolf Gilgen (mehr dazu hier) muss das Spital am Donnerstagabend auch noch einen Corona-Ausbruch im Spital vermelden. Auf einer Bettenstation der Inneren Medizin im Spital Bülach haben sich 11 Patientinnen und Patienten sowie 13 Pflegende mit Corona angesteckt. Man weiss nicht genau, wie das passieren konnte. «Trotz intensiver Nachverfolgung der einzelnen positiv getesteten Personen durch die Spitalhygiene und die Infektiologie konnten die exakten Ansteckungswege nicht definitiv eruiert werden», sagt Bernd Yuen, stellvertretender Chefarzt Innere Medizin. «Wir haben dieselben Hygienemassnahmen wie zum Beispiel das Unispital oder das Triemli.»

«Ansteckung erfolgte im Spital»

Die Patienten der betroffenen Abteilung seien vor dem Eintritt getestet worden, alle seien negativ gewesen. Doch dann entwickelten plötzlich mehrere Patienten Symptome, worauf ein erneuter Test ein positives Resultat zeigte. «Das bedeutet, dass die Ansteckung im Spital erfolgte», sagt Yuen. Als Überträger infrage kommen Angestellte oder Besucher. Sofort wurden sowohl alle Patienten als auch alle Mitarbeitenden auf der betroffenen Station getestet. Inzwischen sei der Ausbruch unter Kontrolle. Die infizierten Patienten wurden auf die Corona-Station verlegt, die infizierten Mitarbeitenden befinden sich in Isolation.

Insgesamt fallen im Spital Bülach momentan 37 Mitarbeitende wegen Corona aus, 24 von ihnen sind Pflegefachleute. «Wir laufen personell absolut am Limit», sagt Yuen. Mit 32 Corona-Patienten gehört Bülach zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Spitälern im Kanton. Laut Yuen wurde das Programm der Wahloperationen entsprechend deutlich heruntergefahren: «Wir sind wirklich auf Corona eingestellt.» (an)

an