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Sechseläuten-Böögg im KleinformatCorona solls endlich «vertätsche»

Normalerweise wird am Sechseläuten der Winter verjagt. Dieses Jahr geht es um viel mehr: dem Virus den Garaus zu machen! Die Stiftung RgZ lanciert den Corona-Pocket-Böögg.

Die Stiftung RgZ in Zürich stellt den Pocket-Böögg in Handarbeit her – dieses Jahr auch 500 Stück in Corona-Ausführung.
Die Stiftung RgZ in Zürich stellt den Pocket-Böögg in Handarbeit her – dieses Jahr auch 500 Stück in Corona-Ausführung.
Fotos: Madeleine Schoder
Die Mini-Scheiterhaufen aus Tannenhölzchen werden mithilfe einer eigens fabrizierten Zwinge zusammengesetzt.
Die Mini-Scheiterhaufen aus Tannenhölzchen werden mithilfe einer eigens fabrizierten Zwinge zusammengesetzt.
Foto: Madeleine Schoder
Viren, so weit das Auge reicht: Sie sind zum Glück nicht echt – dafür durchaus explosiv.
Viren, so weit das Auge reicht: Sie sind zum Glück nicht echt – dafür durchaus explosiv.
Foto: Madeleine Schoder
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Die Drähte laufen heiss in der Werkstätte der Stiftung RgZ in Zürich-Altstetten – im wahrsten Sinne. Ein feiner Kupferdraht umfasst die Holzbürdeli, die sich hier zu Hunderten stapeln. Dieser Draht ist der letzte Schliff an einem Produkt, das seit zehn Jahren auf dem Markt ist, jetzt aber seinen grossen Boom erlebt: der Pocket-Böögg, eine Miniversion des Sechseläuten-Böögg zum Selberanzünden.

«Bisher hielt eine Schnur die Bürdeli zusammen», erklärt fachmännisch Tiago, einer der betreuten Mitarbeiter (alle Namen geändert). Diese verbrannte aber zu schnell, sodass der Mini-Holzstoss auseinanderfiel, bevor der Kopf des Böögg explodierte. Heuer soll nichts mehr schiefgehen. Denn der Pocket-Böögg steht im Fokus wie nie: Schon seit Dezember ist das grosse Frühlingsfest vom 19. April abgesagt, Ersatz im Kleinformat muss her. Die Stiftung RgZ produziert 5000 Stück, rund doppelt so viele wie letztes Jahr.

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