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Coronavirus weltweit +++ Lufthansa hat bis Jahresende 29'000 Stellen abgebaut +++ Zahl der Infektionen in Frankreich steigt wieder

Entgegen dem Trend der vergangenen Tage nimmt die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich wieder zu. Internationale Corona-News im Ticker.

Das Wichtigste in Kürze:

  • In vielen Ländern grassiert Covid-19 so stark wie im Frühjahr. Fast ein Drittel aller Neuinfektionen entfällt auf Europa.

  • Die USA bleiben mit über 14 Millionen Infizierten punkto Gesamtzahlen das am stärksten betroffene Land.

  • Weltweit haben sich bisher rund 66 Millionen Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt.

  • Über 1,5 Millionen Personen sind an oder mit dem Virus gestorben. Experten gehen aber von hohen Dunkelziffern aus.

LIVE TICKER

Lufthansa hat 29'000 Stellen abgebaut

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa wird im Zuge der Corona-Krise einem Zeitungsbericht zufolge bis Jahresende 29'000 Stellen abgebaut haben und dann noch 109'000 Mitarbeiter beschäftigen.

Im Ausland würden mehr als 20'000 Stellen gestrichen, berichtete die «Bild am Sonntag» vorab unter Berufung auf Konzernkreise. Die verkaufte Catering-Sparte LSG habe 7500 Mitarbeiter beschäftigt.

Im nächsten Jahr sollten dann in Deutschland weitere 10'000 Stellen gestrichen werden. Von den 9 Milliarden Euro staatlicher Hilfen sind dem Vorabbericht zufolge drei Milliarden aufgebraucht.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte im November erklärt, dass im gesamten Konzern 27'000 Vollzeitstellen überflüssig seien, weil die Airline durch die Krise dauerhaft schrumpfen werde.

Zahl der Neuinfektionen in Frankreich steigt wieder

Entgegen dem Trend der vergangenen Tage nimmt die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich wieder zu. Die Gesundheitsbehörden melden 12'923 neue Fälle nach 11'221 am Vortag. Dagegen fiel die Zahl der neuen Todesfälle auf 216 und auch die Zahl der Einweisungen ins Spital sank.

Moskau startet Massenimpfung

In Moskau beginnt die erste Massenimpfung in Russland gegen das Coronavirus. In 70 Kliniken werde der Impfstoff Sputnik V verabreicht, teilt die Corona-Arbeitsgruppe mit. Zunächst soll das in Russland hergestellte Mittel kostenlos Ärzten, Pflegekräften, Lehrern und Sozialarbeitern zur Verfügung gestellt werden. Moskau gilt als das Epizentrum der Corona-Epidemie in Russland. In der Hauptstadt wurden binnen 24 Stunden 7993 Infektionsfälle gemeldet – über tausend mehr als am Vortag (6868) und weit mehr als Anfang September, als noch rund 700 Neuinfektionen am Tag registriert wurden.

Höchstwert in den USA

In den USA hat die Zahl der binnen 24 Stunden erfassten Corona-Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge einen Höchststand erreicht. Am Freitag gab es 227 885 neue bestätigte Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Samstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Wert war erst am Vortag mit rund 217 000 neuen Fällen verzeichnet worden.

Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Toten überschritt den vierten Tag in Folge die Schwelle von 2500. Am Freitag wurden 2607 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion verzeichnet. Der Höchstwert war am Vortag mit 2879 Toten registriert worden.

Nach dem Feiertag Thanksgiving in der vergangenen Woche hatten Experten wegen Reisen und Familientreffen mit einer landesweiten Zunahme der Ansteckungen in den USA gerechnet.

Russland mit Negativrekord

In Russland melden die Behörden 28.782 Neuinfektionen – so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Knapp 8000 Fälle wurden allein in der Hauptstadt Moskau registriert. Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie mehr als 2,43 Millionen Ansteckungsfälle in Russland nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 508 auf 42.684.

Fallzahlen in Deutschland bleiben hoch

Das Robert-Koch-Institut meldet 23'318 Corona-Neuinfektionen. Das sind etwa 1600 mehr als vor einer Woche. Trotz des Teil-Lockdowns bleibt die Zahl der Ansteckungen damit auf einem hohen Niveau. 483 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle auf 18'517. Erst am Mittwoch hatte es mit 487 Todesfällen einen neuen Höchstwert gegeben. Insgesamt haben sich bislang mehr als 1,153 Millionen Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Als genesen gelten dem RKI zufolge etwa 835.700 Menschen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 138,7 pro 100'000 Einwohner. Bund und Länder streben an, den Wert wieder unter die Schwelle von 50 zu drücken. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen zuletzt für eine zusätzliche Verschärfung der Einschränkungen je nach örtlicher Lage plädiert.

San Francisco verschärft Massnahmen

Für Millionen Kalifornier im Grossraum San Francisco gelten wegen steigender Corona-Zahlen ab Sonntag verschärfte Auflagen. In fünf Bezirken mit den Städten San Francisco und Berkeley sind die Bewohner dazu angehalten, ihr Zuhause nicht zu verlassen. «Der düstere Covid-Winter, den wir befürchtet haben, hat die Bay Area erreicht», sagte der Arzt Chris Farnitano von der Gesundheitsbehörde im Bezirk Contra Costa am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung mit Kollegen anderer Bezirke. Man müsse schnell handeln, um Leben zu retten.

Die Region begibt sich damit schneller als erwartet in einen Teil-Lockdown. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hatte am Donnerstag härtere Massnahmen im Kampf gegen die Pandemie angekündigt. Demnach sollen in Gebieten, wo eine Überfüllung der Intensivstationen droht, ab Erreichen einer kritischen Schwelle Ausgangsbeschränkungen und andere Auflagen in den kommenden Wochen in Kraft treten.

Kontakt mit anderen Haushalten soll vermieden werden. Viele nicht lebensnotwendige Geschäfte müssen schliessen, darunter Friseure und Bars. Restaurants dürfen nur Essen zum Abholen anbieten. In Geschäften wird die Zahl der Kunden weiter reduziert. Von Reisen wird abgeraten.

Spanien feiert schnellen Rückgang der Zahlen

Der einstige Corona-Hotspot Spanien feiert im Kampf gegen das Virus beachtliche Erfolge. Die Zahl der Infektionen pro 100'000 Einwohner binnen sieben Tagen blieb erstmals nach zwei Monaten unter der Marke von 100. Diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrage jetzt 98,56, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Freitagabend mit.

Spanien habe inzwischen eine der niedrigsten Inzidenzen Europas, schrieb die Zeitung «El País». Der Wert konnte innerhalb eines Monats mehr als halbiert werden. Am 4. November betrug er noch 236. Die Zahl der Aufnahmen von Covid-19-Kranken in Intensivstationen binnen sieben Tagen ging im selben Zeitraum von 382 auf 210 zurück. Am Freitag waren nur noch rund 24 Prozent der Intensivplätze mit Covid-Patienten besetzt, gegenüber gut 29 Prozent Anfang November.

Opfer bringen: Premierminister Pedro Sanchez und Vize-Regierungschefin Carmen Calvo im Kabinett in Madrid.
National Budget bill debate at Lower Chamber of parliament
Opfer bringen: Premierminister Pedro Sanchez und Vize-Regierungschefin Carmen Calvo im Kabinett in Madrid.
Foto: Ballesteros (Keystone/11. November 2020)

Trotz aller Freude warnte Vize-Regierungschefin Carmen Calvo die 47 Millionen Bürger des Landes vor Nachlässigkeit. Man solle sich «so wenig wie möglich bewegen». Das gelte auch für die Feiertage am Montag und Dienstag sowie für Weihnachten und Silvester. Die sozialistische Politikerin geht mit gutem Beispiel voran: «Ich werde zum ersten Mal in meinem Leben Weihnachten nicht in meinem (andalusischen) Dorf Cabra sein. Das Opfer lohnt sich aber.»

Kostenlose Impfung

Gesundheitsminister Salvador Illa kündigte unterdessen an, die nationale Impfkampagne werde im Januar beginnen. Man erwarte, dass bis Mai oder Juni 15 bis 20 Millionen Einwohner geimpft sein würden. Die Impfung wird in Spanien freiwillig und kostenlos sein.

Seit Ausbruch der Pandemie wurden in Spanien knapp 1,7 Millionen Ansteckungen mit dem Coronavirus gezählt. Mehr als 46'000 Menschen starben mit Covid-19. Am Freitag wurden 8745 Neuinfektion sowie 214 neue Todesfälle gemeldet, die niedrigste Zahl seit Ende Oktober. Zwischen dem 23. Dezember und dem 6. Januar dürfen die Bürger ihre jeweilige Wohnregion nur in Ausnahmefällen verlassen. Für Treffen im Familienkreis wird man die regionalen Grenzen überqueren dürfen.

Weekend-Ausgangssperre in der Türkei

Für Menschen in der Türkei gilt jetzt coronabedingt eine landesweite Ausgangssperre. Sie trat am (heutigen) Freitag um 19 Uhr MEZ (21 Uhr Ortszeit) in Kraft. Bis Montagmorgen dürfen Menschen nur zwischen 10 und 17 Uhr vor die Tür, um im nächstgelegenen Laden einzukaufen, wie es in einer Verfügung des Innenministeriums heisst. In der gleichen Zeit dürfen auch Lieferdienste ausliefern. Restaurants und Imbisse ist die Lieferung zwischen 10 und 20 Uhr gestattet.

Die Ausgangssperre endet Montagmorgen um 5 Uhr Ortszeit. Sofern die Regierung es nicht anders anordnet, soll es auch an den kommenden Wochenenden Ausgangssperren geben. Ausgenommen von den Regeln sind etwa Touristen.Andere Regeln gelten für Menschen unter 20 und über 65 Jahre. Sie dürfen während der Ausgangssperre nicht vor die Tür.

Besorgniserregende Situation

Die Corona-Situation im Land ist laut der Ärztevereinigung besorgniserregend. Intensivstationen in staatlichen Krankenhäusern seien überfüllt und das Gesundheitspersonal sei überlastet. Die Regierung hatte erst vor kurzem begonnen, täglich die vollständigen Fallzahlen zu veröffentlichen. Demnach gibt es am Tag etwa 30 000 neue Fälle. Die Ärztevereinigung zweifelt aber auch diese Zahlen an und ging zuletzt von mindestens 50'000 neuen Fällen pro Tag aus.

In der Türkei gelten auch unter der Woche Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens. Unter 20-Jährige und über 65-Jährige dürfen unter der Woche nur in einem Zeitfenster von drei Stunden vor die Tür.

Zuversichtlicher Moderna-Konzern

Der US-Pharmakonzern Moderna geht nach eigenen Angaben davon aus, 2021 eine halbe Milliarde Dosen seines Impfstoffs produzieren zu können. Er sei sehr zuversichtlich, dass das Unternehmen dies schaffen werde, sagt Moderna-Chef Stephane Bancel auf einer Investoren-Konferenz.

Derweil meldet die amerikanische Seuchenkontrollbehörde CDC einen Anstieg der bestätigten Corona-Infektionen um 219'187 binnen eines Tages auf nunmehr 14'041'436 Millionen. Die Zahl der Toten hat sich demnach um 2861 auf 275'386 erhöht.

Spanien will bis Mitte 2021 bis zu 20 Millionen Menschen impfen

In Spanien strebt die Regierung an, bis Mai oder Juni nächsten Jahres zwischen 15 und 20 Millionen Menschen gegen das Coronavirus zu impfen, wie Ministerpräsident Pedro Sanchez sagt.

«Österreicher und Schweizer lassen sich von niemandem dreinreden»

Der ehemalige österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel verteidigt im Interview mit der NZZ (im Bezahlbereich) die Öffnung der Skigebiete in der Schweiz und Österreich. «Es gibt keine Argumente gegen das Skifahren. Es ist ja ein Freiluftsport», so der ÖVP-Mann. Und zu den von Frankreich und Italien angemahnten Grenzkontrollen sagt er: «Solche Drohungen halte ich nicht für angebracht.»

Wolfgang Schüssel.
Foto: Keystone

Warteschlangen zum Auftakt der Massentests in Österreich

Die Corona-Massentests in Österreich stossen auf reges Interesse. Zum Auftakt am Freitag bildeten sich in Wien und Innsbruck nach Angaben von Reportern des ORF und des Senders OE24 längere Warteschlangen vor den Teststationen. In Österreichs Hauptstadt können sich die Bürger an drei Standorten bis zum 13. Dezember testen lassen. Die Kapazität liegt in Wien bei bis zu 150'000 Tests pro Tag. Die Regierung hofft, dass sich im Laufe der nächsten Wochen mehrere Millionen Österreicher untersuchen lassen. Ziel ist es, besonders auch die symptomfreien Infizierten zu entdecken, um so die Infektionsketten zu durchbrechen.

Neben Wien und Tirol startete das Projekt am Freitag auch im Bundesland Vorarlberg. Die weiteren sechs Bundesländer folgen in den nächsten Tagen. Vergleichbare Massentests gab es bisher im Nachbarland Slowakei oder auch im norditalienischen Südtirol.

Ein Sanitäter der Armee bereitet sich in Wien auf den Ansturm auf die Massentests vor. (3. Dezember 2020)
Ein Sanitäter der Armee bereitet sich in Wien auf den Ansturm auf die Massentests vor. (3. Dezember 2020)
Foto: Christian Bruna (Keystone)
Weltweit mehr als 64,57 Millionen Infizierte

Weltweit haben sich nachweislich mehr als 64,57 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Fast 1,5 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus.

Seit das Virus im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan bekanntgeworden ist, hat es sich in mehr als 210 Ländern und Territorien ausgebreitet. Die mit Abstand meisten Infektionsfälle verzeichnen die USA, gefolgt von Indien, Brasilien, Russland und Frankreich.

Corona-Rekord in den USA: Mehr als 217'000 neue Fälle an einem Tag

In den USA hat die Zahl der binnen 24 Stunden erfassten Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. Am Donnerstag gab es 217 664 neue bestätigte Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Freitagmorgen (MEZ) hervorging.

Der bislang höchste Wert war am Freitag voriger Woche mit rund 205 000 neuen Fällen registriert worden. Auch bei der Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Toten gab es erneut einen Höchststand. Am Donnerstag wurden 2879 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion verzeichnet. Der bislang höchste Wert war erst am Vortag mit 2804 Toten registriert worden.

Nach dem Feiertag Thanksgiving in der vergangenen Woche hatten Experten mit einer landesweiten Zunahme der Ansteckungen gerechnet. Die Gesundheitsbehörde CDC hatte im Vorfeld von Familienbesuchen und Reisen dringend abgeraten. Viele Menschen hielten sich jedoch nicht daran. Im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Kalifornien sollen härtere Massnahmen beim Kampf gegen die Pandemie helfen. So werden unter anderem in Regionen mit einer drohenden Überfüllung der Intensivstationen Ausgangsbeschränkungen und andere Auflagen verschärft.

Südkorea meldet höchste Zahl an Neuinfektionen seit neun Monaten

In Südkorea gilt ab Samstag für die Hauptstadt Seoul angesichts neuer Höchststände bei der Zahl der Coronavirus-Infektionen eine Sperrstunde ab 21.00 Uhr. Der Bürgermeister Seo Jeong Hyup begründete am Freitag die Massnahme mit 295 neuen Fällen in der Metropole, in der rund zehn Millionen Menschen leben.

Südkorea insgesamt hat mit 629 Neuinfektionen die höchste Zahl an täglichen Ansteckungen seit neun Monaten registriert. Die Regierung rief die Bevölkerung auf, auf das Weihnachtsfest und die Neujahrsfeierlichkeiten zu verzichten.

Ministerpräsident Chung Sye Kyun kündigte an, am Sonntag solle entschieden werden, ob die Schliessung der rund 30'000 Karaoke-Bars im Land beschlossen und religiöse Zusammenkünfte auf maximal 20 Teilnehmer begrenzt werden. Überlegt werde auch, Fans von Sportveranstaltungen auszuschliessen und gesellschaftliche Zusammenkünfte nur mit maximal 50 Menschen zu erlauben.

Sorgen bereiten die anstehenden Aufnahmeprüfungen an den Universitäten. Denn dann reisen über 200'000 Studienanfänger durch das Land. Bei Studenten sind Karaoke-Bars und Internet-Cafes besonders beliebt.

Bis zu 125 Mio Moderna-Impfdosen im ersten Quartal

Der US-Pharmakonzern Moderna geht davon aus, im ersten Vierteljahr 2021 weltweit 100 bis 125 Millionen Dosen seines Impfstoffs ausliefern zu können. Davon würden 85 bis 100 Millionen in den USA zur Verfügung stehen und bis zu 25 Millionen im Ausland.

Hat eine Zulassung für Corona-Impfstoff in der EU beantragt: der US-Pharmakonzern Moderna.
Moderna Announced Its Experimental Covid-19 Vaccine With 94.5% Effectiveness, Media Said
Hat eine Zulassung für Corona-Impfstoff in der EU beantragt: der US-Pharmakonzern Moderna.
Foto: Getty Images
Pfizer halbiert Auslieferungsziel für Impfstoff

Der US-Pharmakonzern Pfizer rechnet einem Zeitungsbericht nach damit, dieses Jahr nur halb so viel seines Corona-Impfstoffes auszuliefern wie ursprünglich geplant. Der Ausbau der Lieferkette dauere länger als angenommen, zitierte das «Wall Street Journal» am Donnerstag eine Sprecherin des Unternehmens.

Statt eigentlich erhoffter 100 Millionen Auslieferungen wird dem Bericht zufolge bei Pfizer bis Jahresende nun nur noch mit rund 50 Millionen geplant. Auf eine Anfrage zu den genaueren Hintergründen antwortete der Konzern zunächst nicht. Pfizer hatte den Impfstoff zusammen mit dem deutschen Hersteller Biontech entwickelt.

Ein Schild weist auf dem Gelände des Pharmaherstellers Pfizer im belgischen in Puurs auf die Anfahrt für Lastwagen hin. (3. Dezember 2020)
Ein Schild weist auf dem Gelände des Pharmaherstellers Pfizer im belgischen in Puurs auf die Anfahrt für Lastwagen hin. (3. Dezember 2020)
Foto: Geert Vanden Wijngaert (Getty Images)
Facebook will Falschinformationen über Impfungen löschen

Facebook verschärft das Vorgehen gegen falsche Informationen über Corona-Impfstoffe und will sie künftig löschen. Dabei gehe es unter anderem um von Experten widerlegte Behauptungen zur Sicherheit und Effizienz der Impfungen, teilte das Online- Netzwerk am Donnerstag mit. Auch Verschwörungstheorien werden betroffen sein – etwa dass Mittel an bestimmen Bevölkerungsgruppen ohne deren Zustimmung getestet würden oder Microchips enthielten. Die härtere Gangart sei die Fortsetzung der Linie des Online-Netzwerks, Beiträge zu löschen, die Menschen in der realen Welt schaden könnten, hiess es.

Guterres kritisiert Missachtung der WHO

UN-Generalsekretär António Guterres hat die Missachtung von Corona-Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation für das Ausmass der Pandemie mitverantwortlich gemacht. Die WHO habe von Beginn an «Fakten und wissenschaftliche Orientierung» geliefert, sagte Guterres am Donnerstag zu Beginn einer zweitägigen Sondersitzung der UN-Generalversammlung. Dies hätte Grundlage für eine weltweite Zusammenarbeit im Kampf gegen das Virus sein können. «Leider wurden viele dieser Empfehlungen nicht befolgt.» Auf welche Länder sich seine Kritik bezieht, liess der UN-Generalsekretär offen.

«In manchen Situationen wurden Fakten zurückgewiesen und Empfehlungen ignoriert», sagte Guterres weiter. «Und wenn Länder in ihre eigenen Richtungen gehen, geht das Virus in jede Richtung.» Bei der Corona-Sondersitzung wurden Videobotschaften von etwa 100 Staats- und Regierungschefs erwartet.

Laut UN-Generalsekretär Antonio Guterres ist die Missachtung von Corona-Empfehlungen der WHO Grund für das Ausmass der Pandemie. (20. November 2020)
Laut UN-Generalsekretär Antonio Guterres ist die Missachtung von Corona-Empfehlungen der WHO Grund für das Ausmass der Pandemie. (20. November 2020)
Foto: Eduardo Munoz (Reuters)

sda/reuters/red

2764 Kommentare
    Lars Egli

    Die Überlegenheit Putins zeigt sich immer wieder.