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Vendée GlobeAls Erster im Ziel, dennoch siegt ein anderer

Charlie Dalin beendet die härteste Solo-Regatta des Segelsports als Erster. Sieger wurde aber der Franzose Yannick Bestaven mit «Maître Coq IV» – er profitiert von einer Zeitbonifikation.

Charlie Dalin feiert am Mittwochabend die Zielankunft in Les Sables d'Olonne. Sieger ist er dennoch nicht.
Charlie Dalin feiert am Mittwochabend die Zielankunft in Les Sables d'Olonne. Sieger ist er dennoch nicht.
Foto: Loic Venance (AFP)

Als Erster hatte am Mittwochabend der französische «Apivia»-Skipper Charlie Dalin die Ziellinie gekreuzt. Der 36-Jährige beendete das Rennen über 28’267,88 Seemeilen nach 80 Tagen, 6 Stunden, 15 Minuten und 47 Sekunden. Dennoch gewann er nicht.

Wegen einer Zeitgutschrift wurde Yannick Bestaven am Donnerstagmorgen zum Sieger erklärt. Der Franzose erreichte zwar in der Nacht über sieben Stunden nach Dalin das Ziel und kam hinter seinem Landsmann Louis Burton («Bureau Vallee 2») als Dritter an. Wegen einer Gutschrift von zehn Stunden und 15 Minuten feierte der 48 Jahre alte Skipper seinen ersten Triumph beim Segel-Klassiker. Bestaven hatte die Gutschrift von der Wettfahrtleitung wegen seiner Beteiligung an der Rettungsmission für den schiffbrüchigen Kevin Escoffier in der Nacht vom 30. November auf den 1. Dezember erhalten. Damit setzen die Franzosen ihre Siegesserie fort. In allen neun Rennen seit 1989/90 waren sie erfolgreich.

Rückschlag für Herrmann – Roura hat noch 6000 Kilometer

Sehr gut unterwegs war auch der zwischenzeitlich drittplatzierte Boris Herrmann mit seiner «Seaexplorer – Yacht Club de Monaco». Der 39-jährige Deutsche war bei der Rettungsmission von Escoffier ebenfalls beteiligt und erhielt dafür 6 Stunden Zeitbonifikation. Etwa 90 Seemeilen vor dem Ziel ist Herrmann in der letzen Nacht jedoch mit einem Fischerboot kollidiert. Herrmann blieb nach eigener Aussage unverletzt, seine Jacht wurde aber beschädigt. Der Hamburger kam am Donnerstagmittag als Fünfter ins Ziel. In der Endabrechnung nach Abzug der Zeitgutschrift wurde er Vierter.

Für den Schweizer Alan Roura dauert das Rennen noch lang. Der 27-jährige Genfer lag am Mittwoch auf dem 16. Rang von noch 25 im Rennen verbliebenen Booten. Roura hatte noch knapp 6000 Kilometer zurückzulegen.

dpa/heg

7 Kommentare
    Per Holund

    Alle die das Ziel erreichen sind Sieger. Etwas härteres gibt es wohl kaum.