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GlosseDas müssen Sie vor Ende des Lockdowns noch erledigen

Wer jetzt nicht handelt, verpasst seine einmalige Chance: 14 Dinge, die Sie in den nächsten Tagen unbedingt noch tun müssen. Sonst ist es zu spät. Für immer.

Haben mit Sicherheit auch eine To-do-Liste: Experten des Bundes, darunter Daniel Koch vom BAG (links).
Haben mit Sicherheit auch eine To-do-Liste: Experten des Bundes, darunter Daniel Koch vom BAG (links).
Foto: Anthony Anex (Keystone)

1. Essen vom Lieferservice für Instagram abfotografieren. Hashtag: «Endlich Kochprofi».

2. An Videokonferenz in Unterhose teilnehmen. Im Hintergrund gut sichtbar Margarete Stokowskis Buch «Untenrum frei» platzieren.

3. Auf eigene Systemrelevanz pochen. Auf Facebook, im Zug, im Wald, beim Sex, einfach immer, denn: Relevanz fürs System kennt keine Pause.

4. Autor Rolf Dobelli anfragen, wie er als News-Verächter sich in der Corona-Krise informiert hat.

Rolf Dobelli, Autor des Ratgeber-Buches «Die Kunst des digitalen Lebens: Wie Sie auf News verzichten und die Informationsflut meistern».
Rolf Dobelli, Autor des Ratgeber-Buches «Die Kunst des digitalen Lebens: Wie Sie auf News verzichten und die Informationsflut meistern».
Foto: LMD

5. Handy-Screentime auf zehn Stunden pro Tag ansteigen lassen – ohne schlechtes Gewissen, da Informationen und soziale Kontakte wichtig sind.

6. Essay über neue Solidarität, Ende des Kapitalismus und Globalisierung publizieren. Mit historischen Parallelen zur Spanischen Grippe, zur Grossen Pest und der Tanzwut von 1518 in Strassburg. Erster Satz: «Nach dieser Krise wird nichts mehr sein, wie es mal war.» Geht auch auf Facebook.

7. Politisch rechts sein und Schweden gut finden.

8. Politisch links sein und Pizza für 20 Franken beim Lieferservice bestellen (inkl. Bier). Kein Trinkgeld geben, wegen Kontaktverbot. Sich nachher schämen. Aber nicht zu lange, da ungesund.

9. Meil mitt granz fiellen Tippehler abschinken. Sich nachträglich mit Verweis auf Homeoffice und Corona-Krise mit «Reply all» bei allen Kolleginnen und Kollegen entschuldigen.

Das ist Bill Gates.
Das ist Bill Gates.
Foto: Elaine Thompson/ AP

10. Auf Twitter den Oberlehrer raushängen lassen und nochmals alle korrigieren, dass wir keinen Lockdown – sondern einen Shutdown – haben und Social Distancing der falsche Begriff ist.

11. Sich als einer von 8 Millionen Schweizer Virologen und Statistikexperten zu den Massnahmen des Bundes äussern.

12. Auf Facebook gegen Tracking und mangelnden Datenschutz der Corona-App protestieren.

13. Einen Beschwerdebrief gegen die Machenschaften von Bill Gates als Word-Dokument über den eigenen Hotmail-Account per Mail an Freunde verschicken.

14. Den Satz «Es reicht jetzt langsam» in beliebigen Zusammenhängen verwenden.