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Finanzkontrolle eingeschaltetDas VBS gibt Millionen im Dunkeln aus

Das Verteidigungsdepartement beschafft oft ohne jegliche Transparenz. Weshalb das problematisch ist, zeigt das Beispiel einer kaum bekannten IT-Firma.

Eine IT-Firma beliefert das Verteidigungsdepartement VBS für knapp 60 Millionen Franken in einem Jahr. Das sind fünf Millionen pro Monat – oder gegen 250'000 Franken pro Arbeitstag. Wenn der Staat solche Summen ausgibt, erfahren die Bürgerinnen und Bürger, um was es geht – könnte man meinen. Doch auf der Website, wo der Bund seine Aufträge normalerweise publiziert, findet sich keine einzige Vergabe des VBS an das Informatikunternehmen. Es gibt hier keinerlei Informationen, wofür die vielen Steuermillionen fliessen.

Das Problem: Ohne Transparenz steigt die Gefahr von krummen Geschäften. Das haben verschiedene Fälle in der Vergangenheit gezeigt. «Transparenz wirkt präventiv zur Verhinderung von Korruption», sagt Martin Hilti, Geschäftsführer von Transparency International Schweiz. «Deshalb ist es so wichtig, dass die Behörden auch von sich aus wichtige Informationen veröffentlichen, gerade im Beschaffungswesen.»

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